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So verbessern Sie den Klang Ihrer Standlautsprecher

Schade, die neu erworbenen Boxen spielen zu Hause nicht mehr so präzise und räumlich, wie eben noch bei der Vorführung im HiFi-Geschäft. Mitten und Höhen sind verschmiert und der Bass sumpft vor sich hin. Mit Hilfe von simplen Maßnahmen kann die Wiedergabequalität allerdings schnell wieder zur vollen Entfaltung gelangen. Das AV-Magazin beschreibt, wie die richtige Lösung für Ihre Lautsprecher aussieht.

Die Mär vom Tennisball

Noch immer geht die Mär vom halbierten Tennisball um. Sie besagt, dass der Klang von Lautsprechern verbessert wird, wenn unter jedem Lautsprecher drei oder vier halbe Filzkugeln platziert werden. In den meisten Fällen sorgen sie tatsächlich für akustischen Zugewinn, der sich allerdings nur auf die Verminderung dieses einen Problems bezieht, nicht aber auf eine effektive Schallleitung. Warum ist die überhaupt notwendig?

Ein Lautsprecher ist ein elektroakustisches Gebilde. Hier wird mit Hilfe der Chassis aus Strom eine mechanische Welle erzeugt, die unsere Ohren dann als Musik, Sprache oder Geräusch empfangen. Durch den Umstand, dass sich die Membranen in der Schallwand des Lautsprechers bewegen, werden ihre Schwingungen auch auf das Gehäuse übertragen. Hersteller hochwertiger Schallwandler reagieren darauf, indem sie Schallwände aus zentimeterstarken MDF-Platten fertigen, die sich gegenüber dem Versuch der Schwingungsanregung ziemlich resistent erweisen. Außerdem sind diese Boxen meist schon mit einem Ankopplungssystem versehen. Doch selbst bei diesen Lautsprechern sind Oberflächenschwingungen während des Betriebs auszumachen. Je nach Fußboden und Lautsprechertyp gibt es grundsätzlich drei nachrüstbare Möglichkeiten, mit der Energieabstrahlung der Lautsprecher umzugehen.

1. Akustische Ankopplung

Bei der akustischen Ankopplung wir die Schwingungsenergie in den schallharten Boden abgeleitet

Bei der akustischen Ankopplung wird ein Spike unter dem Lautsprecher platziert, dessen Spitze auf den Boden gerichtet ist. Schwingungen vom Gehäuse werden so in den Boden abgeleitet. Sehr effektiv funktioniert diese Methode beispielsweise bei auf Estrich verlegtem Teppichboden. Ein Test hilft Ihnen herauszufinden, ob die akustische Ankopplung in Ihrem Hörraum geeignet ist. Treten Sie fest auf den Boden auf und hören Sie genau auf die akustische Antwort. Klingt das dumpfe Auftrittsgeräusch schnell ab, dann können Sie Spikes mit der Spitze nach unten zeigend sicher verwenden. Die Schallwandler werden es mit deutlich mehr Päzision im Tieftonbereich und viel besserer Fokussierung im Mittel- und Hochtonbereich danken. Höhenverstellbare Spikes haben den Vorteil, dass eine absolut waagerechte Ausrichtung der Boxen erfolgen kann. Auch das ist in einer ansonsten einwandfreien Musikanlage hörbar. Machen Sie beim Tritt-Test allerdings die Erfahrung, dass der Boden deutlich nachschwingt oder die sich im Schrank befindlichen Gläser bemerkbar machen, kommt für Sie eine der beiden nächsten Methoden in Frage.

2. Akustische Entkopplung

Zeigt die Spike-Spitze nach oben, wird der Lautsprecher vom Boden entkoppelt - für Standboxen nicht besonders empfehlenswert

Zeigt die Spike-Spitze Richtung Lautsprecher, spricht man von einer akustischen Entkopplung. Um das Gehäuse der Boxen vor Beschädigungen duch die scharfen Enden der Spikes zu schützen, kann mit passenden Gegenstücken gearbeitet werden. Diese Art der Aufstellung verhindert, dass die Schallenergie des Gehäuses den Untergrund noch zusätzlich zum Schwingen bringt. Allerdings wird die Energie so nicht abgeleitet, sondern quasi gestaut. Im Gegensatz zu Lautsprechern macht diese Methode insbesonderen bei HiFi-Möbeln als Entkopplung Sinn. Denn schwingt der Boden mit, ist die dritte Methode optimal.

3. Gummidämpfer

Gummidämpfer wandeln die aufgenommene Schwingungsenergie in Wärme um

Ist die Resonanz des Bodens deutlich zu vernehmen oder ist der Lautsprecher nicht von absoluter Topqualität, dann sind Gummidämpfer die ideale Lösung. Im Grunde genommen sind sie die kultivierte Form des Tennisballs. Sowohl die Energie, die der Korpus der Lautsprecher abstrahlt, als auch die, die über den Boden durch andere Schwingungserreger übertragen wird, speichern diese Dämpfer und vernichten sie durch Umwandlung in Wärme. Stehen die Lautsprecher auf solchen Füßen, spielen sich im Tieftonbereich kontrollierter, bieten aber vor allem bessere Raumabbildung und klarer fokussierte Stimmen und Instrumente.

Klartext

Kein Standlautsprecher sollte direkt auf dem Boden stehen. Mit welcher Art Kopplung klangliche Verbesserungen zu erzielen sind, hängt vom Boden des Hörraums und von der Fertigungsqualität der Boxen ab. Über den Fachhandel und das Internet sind die unterschiedlichsten Ausführungen in allen Preisklassen erhältlich. In jedem Fall sollten Sie sich die Zeit zum Probieren nehmen, denn der musikalische Genuss steigt im Verhältnis zum Aufwand erheblich!

Zur Stabilisierung ist der Gummidämpfer mit einem Metallring eingefasst
Ideal sind höhenverstellbare Spikes, da sie zusätzlich zur Entkopplung auch die waagerechte Ausrichtung der Lautsprecher ermöglichen
Für Boxen mit geringerem Gewicht gibt es die Perfect-Selection-Spikes auch in kleineren Ausführungen
Problemfälle kann diese Kombination aus Gummidämpfer und Spike von Perfect Selection häufig lösen.
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Die Pucks von Transrotor eignen sich ausgezeichnet zur Absorption klangschädlicher Schwingungen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, um für jeden Anwendungszweck das Optimum zu erreichen
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