Stromprobleme hat jeder Musik- oder Filmfan, die meisten wissen es nur nicht. So lange nichts brummt, knackt oder flimmert, wähnt man sich gern auf der sicheren Seite. In seltenen Fällen sind als solche hörbare Störungen im Spiel, meist sind die Auswirkungen des „unsauberen“ Stroms subtiler Natur. Wer nicht schon Jahre lang vom Virus Qualität befallen ist und inzwischen die Fehlerquellen einer Musikanlage samt ihrer Auswirkungen kennt, betritt in der Beschäftigung mit dem Thema Strom interessantes Neuland. Immer noch spalten sich in der High End-Szene mehr als sonst schon üblich die Lager wenn es um die Kardinalfrage geht: „Filtern oder nicht filtern?“ Hat man sich dann schließlich für Filterung entschieden, geht es mit den Fragen erst richtig los: Sollten nur Quellgeräte mit gesäubertem Strom gespeist werden und Verstärker besser ungebremst aus dem Netz ziehen können? Es gibt zu viele Details, die es bei der Optimierung der Stromversorgung zu beachten gilt, um sie hier aufzulisten. So hat dann auch mancher nach anfänglicher Begeisterung darüber, dass endlich Ruhe und Ordnung im Klangbild herrscht, jegliche „Beruhigungspille“ aus seiner Anlage entfernt und wieder zupackende Erlebnisse genossen. Doch so komplex sich die Materie Strom verhält und sich kaum pauschal beantworten lässt, welche Strombehandlung im Einzelfall sinnvoll ist, kann eins klar bestätigt werden: Wer den Qualitätsgipfel seiner Komponenten erreichen will, muss auf dem Weg dorthin der Stromverschmutzung etwas entgegensetzen.