Der Purist
Audio Exklusiv P 0.8

Testbericht von Marius Donadello 13. Juli 2017 Fotos: Hersteller

Audio Exklusiv P 0.8
Der Purist

Audio Exklusiv erweitert sein Portfolio an digitalen Komponenten mit dem Digital-Analog-Wandler P 0.8. AV-Magazin hat sich den kompakt gehaltenen Konverter angehört.

Audio Exklusiv stellte erst im Jahr 2014 seinen ersten CD-Spieler vor, die ursprüngliche Ausrichtung des Herstellers auf Vollbereichs-Elektrostaten-Lautsprecher spielte natürlich eine Rolle bei dieser späten Erweiterung des Sortiments. Denn nachdem Andreas Schönberg und sein im Hintergrund agierender Entwickler die Konstruktion der Lautsprecher von Grund auf hinterfragt und weiterentwickelt hatten, kam die Verstärkerelektronik an die Reihe. Jahrelang tüftelten sie an Vor- und Endverstärker-Schaltungen, hörten Bauteile Probe und erkundeten vor allem die mechanische Optimierung von Komponenten gründlich. Als dann schließlich die Elektronik fertig war, widmete sich Andreas Schönberg der kontinuierlichen Perfektionierung aller Produkte und entwickelte Zubehör wie die von uns getesteten Silentplugs, die d.C.d.-Base und die d.C.d.-Feet, die AV-Magazin in der Redaktion bei Hörtests nutzt. Auch darüber hinaus drehte sich bei Audio Exklusiv viel um das Thema einer Optimierung von Anlagen, die ganz am Anfang bei grundsätzlichen Aspekten ansetzt. Dazu gehört neben der Resonanzkontrolle auch die Stromversorgung.

Daher untersuchte Andreas Schönberg Netzfilter-Lösungen und gelangte zu der Ansicht, dass standardisierte Auslegungen mit Drosseln und Kondensatoren nicht mit allen Komponenten harmonieren und zumeist Dynamikverluste hervorrufen. Das Resultat der nachfolgenden Entwicklungsarbeiten ist der kürzlich vorgestellte Power Conditioner PCD 1. Zuvor allerdings hatte Andreas Schönberg seinen Entwicklungsingenieur dann doch daran gesetzt, einen CD-Player zu entwerfen, der den eigenen Vorstellungen von musikalischem Klang entspricht. Das Projekt bedeutete eine große Herausforderung, denn digitale Tonquellen und Musikalität - das waren für Digital-Skeptiker Andreas Schönberg lange Zeit zwei Dinge, die nicht so recht überein zu bringen sind. Rund drei Jahre lang beherrschte »kreatives Chaos« die Fertigungsstätten und Hörräume, Andreas Schönberg und sein Entwickler kämpften sich durch das für Audio Exklusiv übliche Prozedere: Wieder und wieder Schaltungen minimal modifizieren, Bauteile hören, mechanisch optimieren und so weiter… Doch die Mühe hat sich gelohnt, immerhin konnte sich der CD-Player P 8 einen Ruf als außergewöhnlich »analog« klingender Silberscheiben-Dreher erwerben.

Und jetzt, rund drei Jahre nach dem Digital-Debüt der hessischen Manufaktur, feiert also der erste Digital-Analog-Wandler der Firmengeschichte seine Premiere, der P 0.8. Auf ihn darf man unter mehreren Aspekten sehr gespannt sein; auch, weil Teile jenes schließlich im P 8 eingesetzten Konzeptes für die Digital-Analog-Wandlung sich auch in seinem Innenleben wiederfinden.