Gently Down the Stream
x-odos xo|stream

Testbericht von Marius Donadello 4. Juli 2017 Fotos: AV-Magazin

x-odos xo|stream
Gently Down the Stream

Die Manufaktur x-odos ergänzt mit einem Netzwerk-Player ihr Portfolio. Der xo|stream zielt zuvorderst auf Klangqualität - AV-Magazin hat sich den Neuling ausführlich angehört.

Ein erfolgreiches Debüt ist genau das, was eine neue, junge Firma braucht. Vor drei Jahren gründete Christof Poschadel x-odos und in 2015 betrat die erste Komponente aus Freiburg im Breisgau die HiFi-Bühne: Der Server xo|one. Der sorgte mit seinen Qualitäten auf Anhieb für den nötigen Wind in den Segeln, um in ersten Schritten die Kosten für Entwicklung, Produktion und das operative Geschäft aufzufangen. Mit seiner Unternehmung ging Christof Poschadel ein respektables Risiko ein, immerhin sind hochwertige Verarbeitung, ausgezeichnete Klangqualität und reichhaltige Ausstattung genauso wie ansprechendes Design und komfortable Bedienung Posten im Pflichtenheft, die eine wachsende Anzahl von Mitbewerbern bietet. Doch er hatte von Anfang an eine klare Vorstellung davon, wie er seine Firma und seine Produkte aufstellen will, um sich in einem umkämpften Segment zu profilieren. Dazu gehören auch grundsätzliche Aspekte wie die Bündelung aller Kompetenzen im eigenen Hause: x-odos entwickelte seine App von Grund auf selbst, lediglich das Modul für die automatisierte Formatierung bestimmter Ordnerinhalte setzt auf der Lösung eines Drittanbieters auf, mit dem Christof Poschadel eine langfristig gewachsene Geschäftsbeziehung pflegt.

Die Motivation, eine eigene App zu entwickeln, entsprang zum einen konkreten Ideen dazu, wie diese Schnittstelle zwischen Gerät und Benutzer aussehen soll. Noch wichtiger war dem Jungunternehmer allerdings, dadurch unabhängig zu sein, Weiterentwicklungen schneller realisieren und besseren Kundensupport leisten zu können. Das sind schon einmal gute Argumente, zudem gefällt die Komponente dank ihrer ausgezeichneten Verarbeitungsqualität und eines stringenten Desings auf den ersten Blick: Die in einer Dicke von einem Zentimeter ausgeführte Aluminiumblende ist tadellos gebürstet und per Lasergravur mit der Modellbezeichnung und dem Firmenlogo versehen. Profile in den Gehäusewangen bilden innerhalb der reduzierten Formensprache einen Akzent; de facto fungieren sie als Kühlkörper und sind somit Teil der thermisch optimierten Gehäusekonstruktion, die für eine passive Kühlung sorgt - ganz ohne Lüfter trübt nicht das geringste Betriebsgeräusch den leisen Musikgenuss während später Stunden. Damit alle Baugruppen ihre Arbeit ungestört verrichten können, ruht das Chassis des xo|stream auf speziellen Metall-Gerätefüßen vom Spezialisten SSC, die mit Filz an den Untergrund ankoppeln. Auch andere Bauteile sind sorgsam ausgewählt: Die rhodinierte Kaltgerätebuchse stammt von Furutech und als Koaxialbuchse verwendet x-odos die WBT nextgen 0210 Ag mit Silberleitern. Doch bevor ich zu weiteren technischen Raffinessen galoppiere, sollen Ausstattung und Funktionalität nicht zu kurz kommen.