Am Puls der Aufnahme
M&K Sound LCR-750 + V8

Testbericht von Marius Donadello 16. Februar 2018 Fotos: Hersteller und AV-Magazin

M&K Sound LCR-750 + V8
Am Puls der Aufnahme

M&K Sound eröffnet mit der 750er-Serie einen Einstieg in die Welt seiner in Profikreisen hoch angesehenen Lautsprecher. AV-Magazin hat sich den LCR-750 mit dem V8 in einem Stereo-Setup angehört.

Zum 750er-Surround-Set gehören neben den LCR-750 der Center LCR-750C und die Dipol-Rear-Lautsprecher SUR-55T

Erst seit dem vergangenen Jahr ist M&K Sound auch in Deutschland aktiv, genau gesagt, im HiFi- und Home-Cinema-Segment. Schon zuvor waren M&K-Lautsprecher hierzulande dort vertreten, wo der gute Ton gemacht wird: In Mastering-Studios. Seit über vierzig Jahren vertrauen viele Toningenieure auf die Neutralität und die Transparenz der in Fachkreisen hoch angesehenen Lautsprecher. Zu den prominentesten Hollywood-Größen, die sich öffentlich zu ihrer Präferenz bekennen, gehört Rick McCallum, seines Zeichens Produzent der Star Wars-Prequels. Neben ihrem Einsatz für zahlreiche Musik- und Filmproduktionen spielten Lautsprecher von M&K Sound auch bei der Entwicklung und der Präsentation des Surround-Formates Dolby Digital sowie bei der ersten öffentlichen Vorführung der Blu ray-Disc eine zentrale Rolle. Die Erfolgsgeschichte der ursprünglich unter dem Namen Miller & Kreisel von Jonas Miller und Ken Kreisel gegründeten Unternehmung begann 1973. Damals beauftragte Walter Becker, der im September 2017 verstorbene Gitarrist der Band Steely Dan, die beiden Ingenieure, eine Referenz-Abhöre für die Produktion des Albums »Pretzel Logic« zu entwickeln. Aus diesem Projekt entstand drei Jahre später das weltweit erste Satelliten-Subwoofer-System, das treffend David und Goliath genannt wurde.

Im Jahr 2007 firmierte Miller & Kreisel zu M&K Sound, wobei der ursprüngliche Name noch immer als Etikett für die Referenzserien dient, und ist seither im dänischen Karlslunde ansässig. Im Profisegment müssen sich die Lautsprecher von M&K Sound ihr Ansehen nicht mehr verdienen, allerdings ebnen die dort geernteten Lorbeeren noch nicht automatisch den Weg in die highfidele Welt. Dabei sollte man meinen, dass Hersteller, die gewissermaßen mit einem Bein »auf der anderen Seite« stehen und deren Lautsprecher als Produktionsreferenz verwendet werden, bei allen Klangenthusiasten einen hervorragenden Ruf genießen. Doch mancher in der HiFi-Szene ist trotz einer stärkeren Präsenz von Produkten mit Profi-Genen auf dem Markt für Endkonsumenten nach wie vor zwiespältig angesichts eines solchen Backgrounds. Schließlich sind Studio-Monitore auf Unbestechlichkeit getrimmt, und nicht jeder Audiophile will wirklich immer nichts anderes als die »ganze Wahrheit« hören - obgleich viele dies bestreiten würden. Zudem wird M&K Sound aufgrund seiner Affinität zu Filmstudios stärker mit Surround-Anwendungen assoziiert - das kann bei klassisch geprägter HiFi-Klientel erst recht Berührungsängste wecken. Deshalb haben wir mit den LCR-750 überprüft, wie gut sie sich für Musikwiedergabe eignen.