Stetige Weiterentwicklung ihrer Schaltungskonzepte, die Auswahl der jeweils neuesten, klanglich für optimal befundenen Bauteile und neue Impulse, wie die Technologie der großen Komponenten in preisgünstigere Lösungen transferiert werden kann, führten zu den jeweils aus CD-Spieler und Vollverstärker bestehenden Konzepten Flight One und Flight Two.
Diese machen, obwohl technische Verfeinerungen sukzessive in die älteren Entwicklungen einflossen, den großen Komponenten in erstaunlich weitreichendem Maße hauseigene Konkurrenz, zumindest eingedenk ihres vergleichsweise niedrigen Preises. In München stellte Audia nun also nach annähernd zwei Jahren Entwicklungszeit den Vollverstärker Flight Three vor, ein passender CD-Spieler wird noch für dieses Jahr erwartet. Dieser neue, preislich deutlich unterhalb von Flight Two positionierte Verstärker wirft die Frage auf, inwiefern das sehr seriöse Qualitätsverständnis von Audia zu einem Preis von 2.250 Euro realisiert werden kann; besagte Attraktivität der größeren integrierten Flights lässt den Dreier unter dem Erwartungsdruck antreten, abermals als Knüller in Sachen Preisleistung angesehen werden zu können. Ach ja: So ganz en passant, mehr hinter vorgehaltener Hand, verlautete Marzi auch, man habe eine entscheidende Neuerung im Schaltungsdesign, die mehr Entwicklungsaufwand als das eigentliche Gerätekonzept erfordert habe, erstmalig im Flight Three realisiert. Nun will ich gar nicht darüber spekulieren, was da noch in den Startlöchern stehen mag, eins ist allerdings klar: Marzi und Nardini sind zurückhaltend und bescheiden, wenn es um ihre Produkte geht. Sie sind keine Freunde großen Aufhebens und passgerechter Marketing-Stories.