Right Direction
Meridian Director

Testbericht von Marius Donadello 13. Dezember 2013

Meridian Director: Right Direction

Meridian präsentiert mit dem Director einen eleganten, unkomplizierten D/A-Wandler, der trotz seines moderaten Preises sehr hohe Ansprüche erfüllen soll. AV-Magazin hat getestet, ob der Director eine audiophil ausgereifte Vorstellung gibt.

Einige Zeit nach dem famosen USB-DAC Explorer legte der britische Audio- und Digital-Spezialist Meridian nach: Der Neue wird ähnlich verheißungsvoll Director genannt und dokumentiert äußerlich gleich eine gewisse Verwandtschaft mit dem Explorer, die gleiche elliptische Form wie beim USB-DAC-Stick verleiht auch dem Director gestalterische Leichtigkeit und Eleganz. Besonders weil der Explorer in unserem Test nicht nur vollauf überzeugen konnte, sondern vielmehr zeigte, was heute von solchen Mini-DACs an Klangqualität erwartet werden kann, darf man gespannt sein, was der Director zu leisten vermag. Auch er ist in erster Linie als Wandler gedacht, der mit dem Computer als Tonquelle zusammen arbeitet, jedoch für den stationären Einsatz konzipiert. Dementsprechend orientiert sich die Ausstattung des Director an seiner Funktion als Bindeglied zwischen Computer - oder anderen digitalen Tonquellen - und einer mehr oder weniger klassischen HiFi-Anlage. Im Gegensatz zum Explorer ist der Director nicht als Kopfhörer-Verstärker ausgelegt, er hat keinen analogen Mini-Klinken-Ausgang und keine Option einer Lautstärkeregelung implementiert.

Statt dessen präsentiert sich der Director als puristische Lösung für anspruchsvolle Hörer, die den Klang von Computern und Netzwerk-Playern erheblich aufwerten und die Lautstärke am Verstärker regeln wollen, was in der Konstellation mit einer HiFi-Anlage auch sinnvoll ist. Daher lässt sich sein Konzept am besten fassen, wenn man ihn als kompakten USB-DAC mit ein paar Extras ansieht. Anders als manche kleinen USB-Exemplare ist der Director nicht zwingend auf die Stromversorgung vom Computer angewiesen, denn mithilfe eines zum Lieferumfang gehörenden Netzkabels kann er konventionell über eine Netzdose mit Strom versorgt werden: Das Netzkabel hat einen USB-B-Stecker und ein integriertes 5 Volt-Netzteil. Dient gerade nicht ein Computer als Tonquelle und gleichzeitig als Stromlieferant, bezieht der Director eben auf diesem Weg seine Versorgungsspannung. Insbesondere dieses Merkmal hebt den Director von den meisten kompakten USB-DACs ab; dazu ist seine Ausstattung vielseitiger, als auf den ersten Blick ersichtlich.