Sat>IP Server
Telestar Digibit Twin und TD 2530 HD

Testbericht von Stefan Witzel 24. Mai 2016 Fotos: AV-Magazin

Telestar Digibit Twin / TD 2530 HD

Digibit Twin: Sat>IP Server für zwei Streams

TD 2530 HD: Twin Sat-Receiver mit Sat>IP-Server für einen Stream

Sat>IP Server: Telestar Digibit Twin und TD 2530 HD

Neben dem TV-Empfang über Satellit, Antenne oder Kabel gibt es mittlerweile einen weiteren Empfangsweg für die Fernsehsignale. Er beruht auf dem Sat>IP-Standard und nutzt das Heimnetzwerk. Hier werden über ein spezielles Gerät die Programme eingespeist und können mit kompatiblen Komponenten abgerufen werden. Notwendig ist auf alle Fälle ein Sat>IP-Server, der die Sender zur Verfügung stellt. Wir haben uns den preiswerten Digibit Twin und den HD-Sat-Reciever TD 2530 HD von Telestar einmal angeschaut, die ein bzw. zwei Programme im Heimnetz bereitstellen und damit einen Einstieg in die Sat>IP-Welt bieten.

Auf einem Tablet oder Smartphone nutzt man beispielsweise die HD Plus-App, um das Fernsehprogramm aus dem Heimnetzwerk zu empfangen

Sat>IP ist neben Sat, Antenne und Kabel ein zusätzlicher Fernseh-Empfangsweg. Die Programme werden einmal in das Heimnetzwerk eingespeist und können beispielsweise mit Tablet oder Smartphone überall im Haus geschaut werden. So wird das Fernsehen mobil und man sieht dort seine Sendung, wo man gerade möchte. Darüber hinaus startete Panasonic als erster Hersteller damit, viele seiner Fernseher mit einem Sat>IP Client, also dem Empfänger auszustatten. Bei den Japanern heißt dies jedoch DVB>IP, da sie sich nicht nur auf den ursprünglichen Sat-Empfang, sondern auch auf Kabel oder Antenne bezieht. Was hat ein IP-Client in einem TV-Gerät für Vorteile? Ganz einfach! Man kann das Fernsehgerät irgendwo im Haus aufstellen - ganz unabhängig von einer Antennensteckdose. Auch wenn es aus baulichen Gründen unmöglich erscheint, das TV-Signal beispielsweise ins Schlaf-, Arbeits- oder Kinderzimmer zu bekommen - mit Sat>IP kein Problem. Lediglich der Zugang zum Heimnetzwerk sollte dort vorhanden sein - entweder per LAN oder WLAN. Mit Tablet oder Smartphone kommt das Programm zum Beispiel mit der Sat>IP App von Elgato oder der HD Plus-App auf den Bildschirm. Beim TV macht man einfach einen Sendersuchlauf und wählt je nach Hersteller bei der Installation IP als Empfangsweg aus. Am TV merkt man später gar nicht, woher das Programm kommt und alle Komfortfunktionen wie Zappen, EPG, Pay-TV Entschlüsselung oder die Mediatheken der Fernsehsender stehen zur Verfügung. Das war die Empfangsseite.

Voraussetzung ist aber, dass im Haus die Signale einmal ins Netzwerk gebracht werden. Mittlerweile gibt es Geräte beispielsweise von Elgato, Kathrein oder auch Telestar, die vier Programme unabhängig voneinander bereitstellen und beim Sat-Empfang einfach mit vier Kabeln am Multischalter angeschlossen werden. Für viele Nutzer werden jedoch auch weniger Streams ausreichen. Da bietet Telestar mit dem Digibit Twin und dem TD 2530 HD zwei preiswerte und durchdachte Lösungen an. Auf vier gleichzeitig im Netz verfügbare Fernsehsender muss man zwar verzichten - das sollte aber in den meisten Fällen und ohne Großfamilie ausreichen. Denn vier Sender auf vier unterschiedlichen Geräten ist eher ein seltener Fall.

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