Norddeutsche HiFi-Tage 2017

Messe-Report von Marius Donadello 10. Februar 2017 Fotos: Presseagentur Katterwe, Marius Donadello

Impressionen Norddeutsche HiFi-Tage 2017

Die Norddeutschen HiFi-Tage sind längst zu einer festen Institution in der hiesigen Messelandschaft geworden und zogen am vergangenen Wochenende erneut etwa 5.000 Klangenthusiasten an die Elbe ins Holiday Inn. Doch das Besondere an dieser Messe macht nicht ihre quantitative Dimension aus, sondern ihre außergewöhnlich gute Atmosphäre.

Interessiertes, qualifiziertes Publikum kann den Wert einer Fachmesse auf den Norddeutschen HiFi-Tagen ebenso erleben wie Einsteiger, denn Aussteller schätzen den Vorführcharakter der Messe und betreiben dementsprechend hohen Aufwand für überzeugende Demos und nehmen sich Zeit für alle Fragen. Deshalb wird gern in Kauf genommen, auf die nächste Vorführung zu warten und sich zuweilen durch dicht gefüllte Gänge zu schieben, zumal die Organisation der Messe für reibungslose Abläufe sorgt. Wolfgang Borchert, Geschäftsführer des HiFi-Studio Bramfeld in Hamburg, legt als Initiator der Messe größten Wert auf den offenen, äußerst vielfältigen Charakter der Norddeutschen HiFi-Tage, dabei liegt ihm deren Namenszusatz „Hörtest“ ganz besonders am Herzen: „Das beschreibt mit einem Wort, was wir Besuchern mit dieser Messe bieten wollen.“ Ivonne Borchert-Lima, Organisatorin des Events, ergänzt: „Wir freuen uns, mit unserer Veranstaltung einen Beitrag zur Attraktivität des nationalen Messeangebots leisten zu können.“ Das taten die Norddeutschen HiFi-Tage, die sich mittlerweile auf sechs Etagen des Hotels erstrecken, auch in diesem Jahr zweifelsohne. Es gab viele sehr gute, klanglich überzeugende Vorführungen, interessante Vergleiche zwischen Produkten und Technologien sowie ein vollständiges Abbild aller Produktkategorien von hochwertiger Audiotechnik. Im Folgenden haben wir einige Impressionen für Sie zusammengestellt.

* Foto: Presseagentur Katterwe

Allgemein hoch im Kurs: Aktiv-Lautsprecher mit Mehrwert. In überzeugender Weise zu hören gab es solche bei Schanks mit den Prisma 2 *
Der norwegische High-End-Spezialist Electrocompaniet bietet mit der Serie EC Living eine kompakte, stilvolle Lösung mit Wireless-Funktionalität *
Elac überzeugte klanglich und funktional mit einer vollständigen Anlage zum Preis von nur 2.500 Euro: Der Discovery Music Server DS-S101G, der Vollverstärker Element EA101EQ-G und die Kompaktautsprecher Uni-Fi BS U5 verkörperten den frischen Wind in Kiel *
Die App des Medienservers entotem Plato zeigt in ihrer aktuellen Version auf Wunsch auch die Songtexte an - und zwar nach dem Karaoke-Prinzip *
Sonus faber setzt eine Erfolgsgeschichte fort mit der neuen Interpretation der Homage-Modelle Guarneri und Amati. Der Kompaktlautsprecher Guarneri Homage Tradition hat einen Standfuß aus Carbon
Zur Neuauflage Homage Tradition gehört auch der Standlautsprecher Serafino, der etwas kleiner ist als die hier ausgestellte Amati. Selbstverständlich gehören edle Materialien und eine perfekte Verarbeitungsqualität zum guten Ton
in-akustik führte eine sehr ausgewogen spielende Kette, bestehend aus Primare-Elektronik und Lautsprechern von Piega, vor *
Bei Libra Audio gab es piekfeine Vorführungen mit Pear Audio und den Kompaktlautsprechern aus der Referenzserie Pandion von System Audio *
Wer Bowers&Wilkins auf dieser Messe erleben will, weiß mittlerweile, dass er Geduld mitbringen sollte. Diesmal steuerten vier Classé Sigma-Monos die 800 D3 an *
Über durchgehend gut besuchte Vorführungen konnte sich auch Audio Physic-Chef Manfred Diestertich freuen. Seine Lautsprecher sorgten zusammen mit Elektronik von AVM für ein besonders akkurat gezeichnetes Klangbild *
Bei Technics gab es den neuen Vollverstärker SU-G700 zusammen mit den ebenfalls taufrischen Standlautsprechern SB-G90 zu hören, deren Tieftonfundament aufhorchen ließ *
Als Tonquelle diente natürlich der neue SL-1200GR, ein Derivat des Referenzmodells SL-1200GAE. Der mit 1.500 Euro zur Freude aller zahlreichen Besucher preisgünstig geratene Plattenspieler stahl allen anderen Technics-Neuheiten ein wenig die Schau
Martin Klaassen konnte mit den Concept 500 von Q-Acoustics ein weiteres Highlight aus seinem Vertriebsprogramm vorführen. Die vom Essener Spezialisten Karl-Heinz Fink entwickelten Lautsprecher spielten an Arcam-Elektronik und Isotek-Stromversorgung hervorragend *
Analoge Musikwiedergabe setzt ihren Erfolgskurs fort, ebenso wie Transrotor. Dirk und Jochen Räke hatten wie immer alle Hände voll zu tun und standen ausführlich für alle fragen Rede und Antwort *
So aufgeräumt wie hier ging es bei der Analogue Audio Association sonst nicht zu, es herrschte dichtes Gedränge bei den Demos und Fachgesprächen *
Audionet führte das Trio der Scientist-Serie vor: Der CD-Player Planck mit Netzteil Ampere und der Vollverstärker Watt sorgten an den Berlina RC 3 von Gauder Akustik für hervorragend differenziert und atmosphärisch klingende Musikerlebnisse
Bei Cambridge Audio gab es sehr gute Vorführungen und hilfreiche Erläuterungen in Sachen Streaming gleich dazu *
Die optisch und klanglich imposanten Quadral-Lautsprecher zeigten auch dieses Mal Wirkung bei den Besuchern *
Lyravox zeigte auf heimatlichem Boden mit dem SM2-200 MkII auch das größte Modell seiner extravaganten Musiksysteme *
Außerdem führte die Hamburger Luxusschmiede neue Aktiv-Lautsprecher, hier den Karlotta, vor. Auch diese mit Keramik-Chassis von Thiel bestückten Tonmöbel haben die gesamte Elektronik, inklusive Streaming-Modul, integriert *
Conrad Mas, Chef von Avid HiFi, machte eine besonders aufschlussreiche Vorführung: Drei Laufwerke mit der gleichen Tonarm-System-Kombination bestückt. So konnten Besucher ganz unmittelbar den klanglichen Einfluss der Laufwerke hören
Avid führte auch den neuen Kompaktlautsprecher Reference Four vor, dessen ventiliertes Gehäuse aus massiven Aluminiumteilen gefertigt wird. Die Chassis mit Massedämpfungssystem werden zwischen Metallplatten eingeklemmt, um Resonanzen zu neutralisieren. An hauseigener Elektronik spielte der Reference Four völlig souverän; extrem nuanciert, dynamisch und räumlich *
Acoustic Signature zeigte seine gesamte Laufwerkspalette *
Endlich verfügbar: Audio Reference-Chef Mansour Mamaghani freute sich über das große Interesse am micromega M-One. Er sorgte an Sonus faber Venere Signature für sehr hörenswerte Vorführungen *
Die bayerische Kopfhörermanufaktur Ultrasone führte ihre Editionsmodelle vor
Thomas Wendt von Genuin Audio machte einen interessanten Direktvergleich zwischen analog und digital. Erstmalig zu hören gab es seinen Musikserver Tars mit externem, diskret aufgebautem Netzteil. Zusammen mit hauseigenen Lautsprechern gab es hier hervorragende Vorführungen
Robert Ross hat die Linear-Netzteile von Keces neu im Programm. Das DC-116 liefert wahlweise 3 oder 6 Ampere
Libra Audio zeigte auch neue Wandlautsprecher von System Audio, die mit dem gleichen hohen Anspruch konzipiert sind wie die klassischen Modelle
Bei Lehmannaudio spielte der Kopfhörerverstärker Drachenfels als Vorstufe mit einem Laufwerk von Scheu Analog an den äußerst kompakten Phänomen von Süsskind. Klanglich eine große Sache!
Johan Coorg von GP Acoustics hatte stets volles Haus, denn die KEF LS50 Wireless trifft den Nerv der Zeit. An ihren Klang stellten Besucher und Fachleute hohe Erwartungen, die nicht enttäuscht wurden
TAD hat jetzt einen Deutschlandvertrieb, Benedikt Dohmen und Mirek Duda kümmern sich um die japanischen Lautsprecher und die Elektronik. Der neue Kompaktlautsprecher Micro Evolution One mit Koaxial-Treiber und Beryllium-Kalotte feierte seine Premiere und spielte erstklassig: hervorragend auflösend, völlig homogen und holographisch räumlich
Daniela Manger und Knut Isberner waren sichtlich zufrieden. Kein Wunder, denn der Esoteric-Vollverstärker F-03A und die Manger-Schallwandler ließen Besucher lang verweilen
Der junge britische Hersteller Innuos will seine Zen-Musikserver hierzulande etablieren. Das qualifizierte Publikum zeigte reges Interesse
Bei Sieveking Sound spielte ein Esoteric-SACD-Player und der Flight Three S von Audia an Verity Audio. Diese Kombination spielte sehr feinzeichnend und ausgewogen
RHA zeigte seinen neuen DACAMP L1 und seine beiden neuen In-Ear. Der CL750 ist oberhalb des bisherigen Angebots angesiedelt, der CL1 Ceramic führt das portfolio der Schotten an. Zusammen mit dem DACAMP L1 kostet er 1.000 Euro und klingt hervorragend
Die Nordost-Kabel und die Quantum-Stromoptimierer demonstrierten auch dieses Mal ihre klangliche Wirkung auf eindrucksvolle Weise
Dali führte auch die Kompaktlautsprecher aus der Referenzserie Epicon vor *
Bellevue Audio ergänzt die Cyrus-Elektronik optimal mit Lautsprechern von Neat *
  • |<
  • zurück
  • 1
  • vor
  • >|