Prinzipientreue
Sonus faber Principia 7

Testbericht von Marius Donadello 2. Februar 2017 Fotos: Hersteller

Sonus faber Principia 7
Prinzipientreue

Sonus faber wagt mit der Principia-Serie einen Vorstoß in niedrigere Preisgefilde als je zuvor. AV-Magazin hat geprüft, ob das Standmodell Principia 7 die Erwartungen an einen Lautsprecher dieser Marke erfüllen und klanglich überzeugen kann.

Seit Beginn der nunmehr 35-jährigen Firmengeschichte steht Sonus faber insbesondere für Exklusivität: Edelste Materialien und eine traumhafte Verarbeitung waren stets gerade gut genug. Schnell erwarb sich die italienische Manufaktur den Ruf, die schönsten unter jenen Lautsprechern zu bauen, die auch hervorragend klingen. Vom europaweiten Boom des High-End-Audio in den späten Achtzigern und den Neunzigern mitgetragen, wuchs Sonus faber zu einer gewichtigen Größe in diesem Marktsegment heran und entwickelte sein Erfolgsrezept, bestehend aus einer Kombination verführerischen Designs mit ausgeklügelten, eigenständigen Technologien, konsequent weiter. Noch innerhalb der vergangenen fünf Jahre wurde die hauseigene Messlatte für luxuriöse Anmutung und vor allem für kompromisslos audiophile Performance immer höher gelegt, Modelle wie die Aida und die Guarneri Evolution aus der Referenzserie Homage belegten eindeutig, dass die Kreationen von Sonus faber auch klanglich zur Weltspitze zählen.

Zuvor war Sonus faber an eine Investorengruppe verkauft worden, die, unter federführender Mitwirkung der Sonus faber-Geschäftsführung, die Fine Sounds Group gründete. Selbige vereinte sukzessive außer Sonus faber die Marken McIntosh, Audio Research und Wadia unter ihrem Dach, gründete die Marken Sumiko Subwoofers und Pryma, und firmierte 2016 zur World of McIntosh. Parallel zum Ausbau des Produktportfolios nach oben griffen die Verantwortlichen eine zweite Strategie auf, die Sonus faber mit der Toy-Serie zaghaft begann: Das Markenerlebnis in preisgünstigere Regionen zu transferieren. Für die Serien Venere und Chameleon wurde allerdings über den Rotstift hinausgedacht, ein markentypisches und zugleich frischeres Design sollte jüngere Klientel ansprechen - die wechselbaren Seitenteile der Chameleon-Lautsprecher machten aus den Bemühungen um Nachwuchs erst einen wirklich passenden Schuh.

Die neue Serie Principia deckt, von einem Subwoofer abgesehen, alle Lautsprechertypen ab und richtet sich so gleichermaßen an Freunde stereophoner und mehrkanaliger Setups. Dabei dürfte sich im Rahmen beider Anwendungen innerhalb der Principia-Linie etwas Passendes für unterschiedliche Bedürfnisse und Raumgrößen finden, denn sie bietet mit den zwei Regalmodellen Principia 1 und 3, den zwei Standmodellen Principia 5 und 7 sowie dem Center Principia C reichlich Auswahl und Kombinationsmöglichkeiten.