Popcorn-Sommer
Velodyne EQ-Max 8

Testbericht von Marius Donadello 25. August 2016 Fotos: Hersteller

Velodyne EQ-Max 8: Popcorn-Sommer

Subwoofer-Spezialist Velodyne richtet sich mit der EQ-Max-Serie an Aufsteiger, die vor allem bezahlbare Leistung und Komfort zu schätzen wissen. AV-Magazin hat das kleinste Modell EQ-Max 8 getestet.

Ein Sommer, der kein Sommer ist - das macht doch mehr denn je das traute Heim zum Glück allein. Und brachte mich als SciFi-Filmfan dazu, im Drei-Wochen-Rhythmus die Gemütlichkeit der Neonpaläste heimzusuchen, denn selten bot dieses Genre so viele erhoffte Highlights am Stück: „X-Men Apocalypse“, die enttäuschende „Wiederkehr“ des „Independence Day“ und die mehr als jedes Abenteuer zuvor auf Treuebonus angewiesene Premiere von „Star Trek Beyond“ - natürlich trotz der geringen Erwartung ein Pflichttermin. Nachdem dieser Popcorn-Sommer sich als ähnlich durchwachsen wie die Jahreszeit aus meteorologischer Sicht erwiesen hatte, lagen alle meine Hoffnungen auf einem Subwoofer. Würde der EQ-Max 8 von Velodyne vorbehaltlos überzeugen?

Die Chancen dafür stehen gut, denn der amerikanische Subwoofer-Spezialist hat von je her die Maßgabe, mit seinen Kraftpaketen nicht nur bei Effektsounds für den Adrenalinkick zu sorgen. Ebenso will Velodyne audiophile Herzen höher schlagen lassen, mit einer nahtlos integrierten, wirkungsvollen Unterstützung der Hauptlautsprecher. Wie genau die sich klanglich bemerkbar macht, hängt generell vom Subwoofer, von dessen Einrichtung und dem persönlichen Geschmack ab. Denn ein prinzipieller Vorteil eines Subwoofers liegt in der Erweiterung der Möglichkeiten: Wer beispielsweise bei elektronischer Musik auch einmal fünf gerade sein lassen mag, gibt den pulsierenden Beats eben ein klein wenig mehr Nachdruck. Aber grundsätzlich besteht - zumindest für ein anspruchsvolles stereophones Setup - die Aufgabe eines externen Tieftöners genau nicht darin, sich prominent in den Vordergrund zu drängen. Als Qualitätskriterium für das Produkt und dessen optimale Konfiguration gilt: einen Subwoofer sollte man nicht hören.

Dann profitiert die Darbietung von der Entlastung der Lautsprecher, die Anlage spielt souveräner, entspannter und präziser. Sogar die Raumabbildung gelingt besser durchhörbar, das ganze Klangbild hat mehr Atmosphäre. Ein lohnendes Ziel auch für Musikliebhaber - Subwoofer werden von Puristen noch immer gern in die Home Cinema-Ecke gedrängt, aber dort allein gehören sie nicht hin. Bloß der Weg zu diesem Ziel ist nicht immer einfach.