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![]() Thema auswählen: 3D – so funktioniert’sGrundprinzipEs gibt unterschiedliche Schirmtechniken, um 3D-Bilder zu generieren. Die unter den 3D-Fernsehern am meisten verbreitete ist die Shutter-Technik, auch XpanD genannt. Dem gegenüber steht das Polfilter- und das Anaglyphen-Prinzip. Allen gemeinsam ist, dass fürs räumliche Sehen zwei unterschiedliche Bilder notwendig sind:
Im ersten Schritt zeichnen spezielle Kameras und Kamerasysteme zwei Bilder auf, die den unterschiedlichen Blickwinkeln der Augen entsprechen. Denn das menschliche Gehirn hat gelernt, diese beiden Perspektiven zu scharfen, räumlichen Bildern zusammenzufügen. Die gefilmten Blickwinkel werden abwechselnd abgespeichert.
Im zweiten Schritt kommen Zuspieler und Bildschirm zum Zug. Sie müssen in der Lage sein, die beiden Kameraperspektiven weiter- und wiederzugeben. Die beiden von der Kamera aufgenommenen Blickwinkel stellt der Bildschirm oder Projektor mit jeweils eigener Technik dar (siehe unten). Dabei werden die Bilder entweder nacheinander oder gleichzeitig gezeigt.
Im dritten Schritt ordnet eine Brille jeweils den linken und rechten Blickwinkel einem Auge zu. Ohne Hilfsmittel sähe man die beiden Perspektiven auf dem Bildschirm als zwei sich überschneidende Bilder.
Im vierten Schritt kommt das Gehirn zum Zug. Es hat gelernt, die zwei Blickwinkel zu einem dreidimensionalen Bild zusammen zu fügen. Wie beim tägliche Sehen erzielt nun auch der Schirm immense Bildtiefe, oder die Motive scheinen aus dem Schirm herauszuragen. Shutter-Technik (XpanD)
Bei der Shutter-Technik ist der Fernseher besonders gefordert, da er die Blickwinkel nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd nacheinander darstellen muss. Um flimmerfrei und scharf 3D-Bildabfolgen wiederzugeben zu können, müssen bei jedem Auge mindestens 60 Bilder pro Sekunde (60 Hertz) ankommen. In der Summe ist daher eine Schaltgeschwindigkeit von mindestens 120 Hertz erforderlich. In der Regel wird noch jeweils kurz ein Schwarzbild eingeschoben, um beide Kameraperspektiven für die Augen eindeutig von einander zu trennen. Sonst entstehen Übersprechungen, die leichte Doppelkonturen und Unschärfen mit sich bringen. Während Plasmas eine solche Schaltgeschwindigkeit per se mit sich bringen, ist bei LCDs gut funktionierende 200-Hertz-Technik erforderlich. Lichtpolarisation
Lichtwellen verbreiten sich unterschiedlich ausgereichtet. Auf dieser Eigenschaft baut die Polarisationstechnik (Polfiltertechnik) ihr 3D-Prinzip auf. Einem über den Bildschirm gelegten Lichtfilter ist es möglich, lediglich einzelne dieser Lichtwellen passieren zu lassen oder sie entsprechend zu drehen. Er „polarisiert“ das Licht. Als einfache Polfiltervariante gibt der Bildschirm zum Beispiel die linke Kameraperspektive mittels senkrecht polarisiertem Licht wieder, die rechte mittels waagrecht polarisiertem (Grafik links). Auch die Brille des Betrachters weist Lichtfiltereigenschaften auf: Zum linken Auge dringt nur das senkrecht polarisierte Licht durch, zum rechten das Gegenstück. Bei dieser „linearen“ Polfiltervariante darf man den Kopf nicht neigen, sonst verdunkelt sich das Bild. Weiterentwickelt ist die zirkulare Variante, die bei 3D-Fernsehern zum Einsatz kommt (Grafik rechts). Hier wird das Licht rotierend polarisiert, weswegen man den Kopf schräg halten darf. Der Polarisationsfilter am Bildschirm ist dabei zeilenförmig strukturiert, wobei alle ungeraden Zeilen die eine Kameraperspektive wiedergeben, alle geradzahligen die andere. Anaglyphentechnik
Schon seit längerem auch in den Wohnzimmern bekannt ist die Anaglyphentechik. Hier erfolgt die Trennung der Blickwinkel, indem sie eingefärbt werden. Einer der Blickwinkel ist dabei dem roten, der andere dem grünen Brillenglas zugeordnet. Es gibt auch noch weitere Farbpinzipien, um die Farbdarstellung in den Bildern zu verbessern. Die beiden auf dem Schirm sichtbareren Perspektiven sind schließlich in die jeweiligen Komplementärfarben getaucht. Bei herkömmlichen DVDs kommt diese Technik noch zum Einsatz. Für Blu-ray oder eine zukünftige TV-Übertragung wird sie keine Bedeutung haben. ![]() |
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