Bass und Bluetooth
Velodyne vFree

Testbericht von Marius Donadello 14. August 2017 Fotos: Hersteller

Velodyne vFree
Bass und Bluetooth

Der vFree von Velodyne vereint raffiniertes Design, hochwertige Audiotechnik, Bluetooth aptX und eine Freisprechfunktion. Wie sich der vFree in der Praxis bewährt und welches Klangpotenzial er hat, haben wir ausführlich getestet.

Velodyne - dieser Name steht in den Köpfen vieler Musik- und Home Cinema-Enthusiasten noch immer für Bass-Kompetenz. Auf den Köpfen einiger Musikfreunde dagegen sind inzwischen auch Kopfhörer des US-amerikanischen Herstellers zu sehen. Velodyne begann vor rund fünfunddreißig Jahren, Subwoofer zu entwickeln und zu fertigen und wuchs schnell zum angesehenen Spezialisten für Tieftonmodule heran. Das große Portfolio an Subwoofern konnte sich den Ruf erwerben, nicht nur bei Filmen für ein solides Fundament zu sorgen, sondern sich auch für musikalische Zwecke zu eignen. Seit fast vier Jahren allerdings widmen sich die Pioniere von Einmessautomatiken mit Kopfhörern auch filigraneren Komponenten, die auf den ersten Blick nichts mit Subwoofern gemeinsam haben. Dennoch verbindet diese beiden so verschiedenen Produktkategorien die Tatsache, dass Subwoofer und Kopfhörer letztlich nichts anderes als Schallwandler sind, wenn auch sehr unterschiedlicher Art.

Genau dieser kleinste gemeinsame Nenner befähigte Velodyne, seine Expertise in das Kopfhörersegment hinein zu erweitern und technische Lösungen für eine präzise Schallwandlung auf einen ganz anderen Maßstab zu übertragen. Damit allein ist es genau genommen jedoch nicht getan, denn die spezifischen Anforderungen an Subwoofer und Kopfhörer könnten kaum mehr voneinander abweichen: Während die einen lediglich ein sehr schmales Frequenzband mit großen Pegeln impulsgenau reproduzieren sollen, ist bei den anderen eine akkurate Wiedergabe des gesamten Frequenzspektrums gefragt. Die für Kopfhörer und Ohrkanal-Hörer erforderlichen Schalldruckpegel sind natürlich wesentlich geringer, allerdings macht dieser Umstand ihre Entwicklung nicht einfacher; nicht zuletzt weil sie mit viel schwächeren elektrischen Signalen angesteuert werden. Es gab also im Vorfeld für die Ingenieure von Velodyne einiges zu tun und sie packten die Sache gerne an, denn fertige OEM-Lösungen einzukaufen und zu labeln, das kam mit Blick auf die Reputation der Marke nicht in Frage und hätte wohl dem in Morgan Hill gelebten Berufsethos widersprochen. Mittlerweile umfasst das 2014 gestartete Kopfhörer-Angebot neben dem vFree den Ohr-umschließenden vQuiet mit aktiver Geräuschunterdrückung, das ebenfalls Ohr-umschließende Spitzenmodell vTrue, den Ohr-aufliegenden vLeve sowie den In-Ear vPulse.