Einschlagende Wirkung
Velodyne Impact Mk2 10”

Testbericht von Marius Donadello 24. Oktober 2017 Fotos: Hersteller

Velodyne Impact Mk2 10”
Einschlagende Wirkung

Velodyne hat seine preiswerte Impact-Serie neu aufgelegt. Die zwei Modelle machen kleine Abstriche bei der Ausstattung zugunsten des Klangs. AV-Magazin hat mit dem Impact Mk2 10” getestet, ob diese Rechnung aufgeht.

Velodyne hat sich in über dreißig Jahren Firmengeschichte zuvorderst mit exklusiven Subwoofern einen Namen gemacht - die Mission war immer, Grenzen neu auszuloten und das technisch Machbare weiter auszureizen. Nun allerdings wagt der Tieftonspezialist einen Schritt in eine ganz andere Richtung: Mit der neu aufgelegten Impact-Serie wollen die Amerikaner preisbewusste Klientel abholen. Die Impact-Subwoofer sind nicht die ersten preiswerteren Modelle von Velodyne, aber die Neuen sollen hinsichtlich ihrer Relation von Preis und gebotenem Basspotenzial einen neuen Standard setzen. Skeptiker ruft das natürlich auf den Plan, denn die Klangqualität bleibt bei allzu preisgünstig gestrickten Komponenten oft auf der Strecke. Das gilt natürlich auch für Subwoofer, zumal die sich möglichst nahtlos in ein Lautsprecher-Ensemble einfügen müssen. Um mit den Lautsprechen zu harmonieren und selbst nicht ortbar zu sein, müssen Subwoofer vor allem schnell sein - die systembedingte Größe ihrer Membranen macht diese Anforderung nicht einfacher zu erfüllen.

Tiefe Frequenzen sind zwar schwerer lokalisierbar als höhere, doch sowohl bei Musik als auch bei Filmton spielt sich das meiste Klanggeschehen in Frequenzbereichen ab, in denen das Gehör den Ort der Schallentstehung deutlich bestimmen kann. Unter anderem deshalb sollten Subwoofer mit einer eher niedrigen Einsatzfrequenz eingebunden werden, doch spätestens wenn andere Parameter nicht stimmen, tun sie sich auch dann als Fremdkörper im Klangbild hervor. Das liegt nicht allein daran, dass die Richtungsempfindlichkeit erst bei sehr tiefen Frequenzen ganz aussetzt, sondern vor allem an der hohen Sensibilität für die zeitliche Impulscharakteristik von Schallereignissen. Timing ist daher bei der Abstimmung einer Subwoofer-Satelliten-Konstellation alles; die Membrantechnologie, der Antrieb und die Endstufe eines Subwoofers müssen zusammen ein hoch effizientes System bilden, das die Voraussetzung für eine akkurate Wiedergabe von Bassimpulsen liefert. Velodyne verspricht freilich, dank seines technischen Know-hows die eigenen, hoch angesiedelten Qualitätsmaßstäbe auch in diesem Preisgefilde zu realisieren. »Bass um jeden Preis« scheint also nicht das Motto eines neuen strategischen Kurses zu sein, obgleich Velodyne mit dem Impact Mk2 viel Leistung und viel Membranfläche für wenig Geld bietet.