Versilbert
CD-Receiver Phonosophie CR-H255 A

Testbericht von Marius Donadello 23. Oktober 2008

Phonosophie CR-H255 A

CD-Receiver

USB-Port

Kopfhörerausgang

Subwoofer-Ausgang vor der Endstufe

AM/FM-Tuner

Miniklinke frontseitig

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CD-Receiver Phonosophie CR-H255 A:
Versilbert

Die Idee erscheint durchaus clever und vor allem legitim: Man nehme preisgünstige, in Großserie von namhaften Herstellern produzierte Mini-Anlagen und modifiziere sie mit speziellem Know-how. Am Ende steht eine Offerte, die sich dank der günstigen Ausgangsbasis und des gezielten Klangtunings für preisbewusste Musikfreunde auszahlt. „T-Serie“ wie „Tuning-Serie“ nennt Phonosophie-Chef Ingo Hansen sein Konzept, wesentliche Zutaten seiner Live-Klang-Vorstellung im eher biederen Gewand des Consumer-Einstiegssegmentes zu verbreiten. Wir wollten wissen, wie viel klangliche Rafinesse der Phonosoph dem original von Teac stammenden CD-Receiver CR-H255 beibringen kann.

Machen wir uns nichts vor: Eine Berieselungsmaschine, die original für unter fünfhundert Euro verkauft wird, hat für uns Audiophile wahrlich sehr begrenzten Sex-Appeal. Selbstverständlich sind diese Produkte an sich vollkommen legitim und in ihrer Konzeption ebenso schlüssig wie in ihrer Kalkulation, schließlich muss sich ja nicht jeder derart für hochqualitative Musikwiedergabe begeistern wie Sie und wir es tun. Verständlicherweise schenkt jedoch der Typus High-Ender wenig individualisierten Produkten allenfalls Beachtung um sie im Schlaf- oder Badezimmer vor sich hin dudeln zu lassen. Andererseits weiß jeder, der vom gewissen Etwas einer guten Anlage infiziert wurde, dass manche Kalkulation einer geleisteten Kunst nicht immer ganz schlüssig erscheint und jedes Quentchen mehr emotionaler Attacke kostspielig ist. Genau hier wird aus dem zunächst vielleicht gewagt aussehenden Ansatz, aus Hausmannskost Gourmetcusine zu zaubern, ein Schuh: Ingo Hansen erweitert gute, geeignete Großseriengeräte konstruktiv gemäß seiner Philosophie des „Mehr Live“-Klangs und veredelt sie in Handarbeit. So bleibt der Gesamtkostenaufwand überschaubar; geht die Rechnung auch klanglich auf, profitieren alle Beteiligten - inklusive des Kunden, der für greifbares Budget besondere, ambitionierte Lösungen sucht. Und genau dafür war sowohl die Unternehmung Phonosophie als auch die Person Ingo Hansen stets ein Garant: Der temperamentvolle Hanseat mit bisweilen rauem Charisma verfolgt konsequent seine Auffassung von wirklich guter Musikreproduktion, bietet unbeirrbar Thesen und Tools, die alles andere als Me-To sind. Seinen PH CR-H255 gibt es in zwei Varianten, die hier vorgestellte mit dem Namenszusatz „A“ beinhaltet neben der vergleichsweise konventionellen Silbertechnologie auch eine Komponente aus der nicht unumstrittenen Animator-Produktreihe.

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