Slackline
Sonus faber Olympica III

Testbericht von Marius Donadello 24. Juli 2014

Sonus faber Olympica III: Slackline

Diesmal keine Ehrung eines italienischen Künstlers? Doch - und eine Hommage an die Leidenschaft für Musik soll die Olympica-Serie von Sonus faber natürlich ohnehin sein. AV-Magazin hat dem Top-Modell Olympica III aufmerksam gelauscht.

Bereits auf der HIGH END des vergangenen Jahres präsentierte Sonus faber die ersten Modelle der von Grund auf neu konzipierten Lautsprecher-Serie Olympica, die seit diesem Frühjahr richtig verfügbar ist. In den letzten vier Jahren waren die Köpfe bei Sonus faber besonders fleißig, nie zuvor in der langen Firmenhistorie wurden innerhalb eines recht kurzen Zeitraums so viele neue Serien und Modelle vorgestellt. Los ging das Feuerwerk mit dem ultimativen Projekt Fenice, dass technologisch eine neue Ära einläutete und den Grundstein für viele Adaptionen und weitere Neuentwicklungen legte. Es folgten die Amati Futura, die Guarneri Evolution, die Aida und die Venere-Serie. Und nun steht Olympica bereit, die Herzen anspruchsvoller Musikfreunde zu erobern - dazu wollen diese Lautsprecher alles aufbieten, was Ästheten und Audiophile an Sonus faber so schätzen. Die Olympica-Serie besteht aus dem Kompakt-Lautsprecher Olympica I, den Stand-Modellen Olympica II und III sowie einem Center. Konzeptionell und technologisch füllt die Olympica-Serie eine zwischenzeitlich entstandene Lücke im Portfolio von Sonus faber: Sie ist im mittleren Segment angesiedelt.

Allzu weitreichend darf man das Projekt Olympica allerdings nicht mit bisherigen Serien vergleichen, denn es gründet zwar auf den Erfahrungen der jüngeren Entwicklungen, nimmt jedoch gleichzeitig eine Sonderstellung ein: Chefdesigner Livio Cucuzza und Chefentwickler Paolo Tezzon haben für Olympica so ziemlich bei Null neu angefangen. Dabei sind ihnen nicht etwa die italienischen Namen ausgegangen - die Olympica-Serie ehrt Andrea Palladio, einen der berühmtesten Kreativköpfe von Vicenza, der Heimatstadt von Sonus faber. Sein nach römischem Vorbild erschaffenes Teatro Olimpico markiert einen Meilenstein der mittelalterlichen Architekturkunst und gehört zum Weltkulturerbe. Die von Vincenzo Scamozzi geschaffene Innenausstattung spielt im Bühnenbereich mit perspektivischer Täuschung: Die Szenerie mit einer im Hintergrund dargestellten Stadtkulisse wirkt viel weitläufiger, als sie ist. Ob man das als Anspielung auf klangliche Eigenschaften der Olympica-Serie verstehen darf? Jedenfalls hört sich das nach einer besonders großen Bürde an, die Sonus faber ihrer neuesten Kreation mit dieser Namensgebung auferlegt hat. Ob sich die Darbietung des großen Stand-Lautsprechers Olympica III diesem Etikett würdig erweisen kann, erfahren Sie im Folgenden.