Das Schlüsselwort heißt „Class D-Verstärkertechnologie“, wobei „Class D“ für digitale Verstärkung steht. Bei dieser Architektur vergleicht eine aus Mikrochips aufgebaute Schaltung nach dem Prinzip der Pulsweitenmodulation die Spannung von Musiksignalen mit einem Referenzsignal, welches von einem so genannten Dreiecksgenerator erzeugt wird. Die konventionell mit Leistungstransistoren aufgebaute analoge Ausgangsstufe verstärkt nur Signale, deren Spannung unterhalb eines Schwellwertes liegen, so dass die Transistoren im Schaltbetrieb, das heißt nicht permanent, arbeiten. Dadurch können diese kleiner ausfallen und erzeugen wesentlich weniger Wärmeverlustleistung bei gleichzeitig höherem Wirkungsgrad. Kurz und einfach ausgedrückt ermöglichen Class D-Verstärker hohe Leistung bei geringstem Platzbedarf und sparen Strom.
Im Falle der zum KEF Wireless System gehörenden Endstufen bedeutet dies, dass ohne weiteres Zwei-Wege-Standlautsprecher, wie beispielsweise eine KEF Cresta 30, richtig auf Trab gebracht werden. Für viele Menschen dürfte die Perspektive zwar ausgewachsene Lautsprecher, jedoch keine zusätzlich ausladende Elektronik im Wohnraum aufzustellen, interessant sein. Zudem kann so der Nutzer entscheiden wie groß seine HiFi-Anlage wird und das KEF Wireless System unter dem Modulgedanken erwerben: Ein portables Verstärkersystem für alle Lautsprecher – egal ob Standmodelle im Wohnraum oder Satelliten in der Küche, im Bad...
KEF Wireless bietet darüber hinaus eine weitere sehr interessante Möglichkeit: Viele Heimkinofreunde empfinden die langen Kabelverbindungen zu den Surround-Lautsprechern als störend, oftmals können aufgrund der baulichen Wohnraumbeschaffenheit herkömmliche Kabel sowieso nicht sauber verlegt werden. Mit dem KEF Wireless lässt sich das Problem sehr einfach und galant lösen, indem die Sende-Einheit per mitgeliefertem Cinchkabel an die Surround-Tonausgänge des AV-Receivers angeschlossen wird. Dann können die Verstärkerteile unmittelbar bei den hinteren Lautsprechern stehen, so dass sehr kurze Kabelwege genügen um die Surround-Speaker anzusteuern. Auf diese Weise könnte man die Wireless-Verstärker natürlich auch 'verstecken', aber dafür ist ihr Design eigentlich zu schade.