Stealth Woofer
Sumiko S.5

Testbericht von Marius Donadello 30. Juni 2015 Fotos: Hersteller / AV-Magazin

Sumiko S.5: Stealth Woofer

Subwoofer von Sumiko? Jawohl! Wie der japanische Tonabnehmer-Spezialist zu Subwoofern kam und was der Sumiko S.5 kann, lesen Sie im AV-Magazin-Testbericht.

Analog-Enthusiasten schätzen seit Jahrzehnten die Tonabnehmer von Sumiko, besonders die High-End-MCs zählen für Kenner zum Besten, was für Geld und gute Worte zu haben ist. Sie sind praxistauglich, klanglich sehr ausgewogen und entfalten in bester japanischer Tonabnehmer-Tradition ordentlich Suchtpotenzial. Aber wie ist die renommierte Vinyl-Bastion nun zum Hersteller von Subwoofern geworden? Vor etwa zwei Jahren akquirierte die Investmentfirma, zu der die Fine Sounds Group gehört, auch die Firma Sumiko. Mittlerweile zählen neben Sonus faber, aus der die Fine Sounds Group gewissermaßen hervor ging, und dem Neuzugang Sumiko, so klangvolle Namen wie Wadia, Audio Research und McIntosh zum exklusiven Portfolio der inzwischen in New York ansässigen Gruppe, die eine ständige Weiterentwicklung ihrer High-End-Audio-Marken in Sachen Technologie, Design und Marktpositionierung unter ihrem Dach bündelt. Seit dem Kauf von Sumiko, die in Nord Amerika auch als Importeur von Fine Sounds-Marken tätig sind, bot sich die Gelegenheit, Synergien auszuschöpfen: Sonus faber wollte nie und will nicht mit Subwoofern assoziiert werden - jedenfalls nicht direkt und allzu sehr.

Also entwickelten die Ingenieure des italienischen Lautsprecher-Spezialisten Subwoofer, um sie mit dem Namen Sumiko auf dem Markt zu positionieren. Dennoch werden die Sumiko-Subwoofer auch mit dem Zusatz „by Sonus faber“ beworben, man will also offensichtlich in diesem vielversprechenden Segment mitspielen und Interessenten auch wissen lassen, wer dahinter steckt. Die Ausrichtung der Marke Sonus faber als Hersteller höchstwertiger Lautsprecher klassischer Prägung soll indes unangetastet bleiben. Zunächst wirkt diese Konstellation ein wenig unübersichtlich und ist wegen ihres Fokus auf das Markenimage ambivalent, aber schlussendlich zählt nur, was dabei heraus kommt. Und auf eins kann man sich wie eh und je verlassen: Wo Sonus faber zwar nicht ´drauf, aber dahinter steht, wird es interessant. Zumal mit Sumiko ein Renommee und ein Synonym für traditionelle audiophile Werte bewahrt werden muss, man darf also sehr gespannt sein, wie sich die exemplarische Geschmeidigkeit der Sumiko-Tonabnehmer bei den Subwoofern wieder findet.