La Isla Bonita
Musikserver-System Sooloos Control:ten + Ensemble

Testbericht von Marius Donadello 3. April 2010

Musikserver-System Sooloos Control:ten + Ensemble:
La Isla Bonita

Das Musikserver-System Sooloos vereint einige naheliegende Ideen zu etwas Neuem und bietet damit exakt das, was viele Interessenten mit hohem Anspruch an Qualität, Bedienkomfort und Mehrwert vermisst haben. Sooloos kultiviert den eigentlichen Nutzen einer digitalen Musikbibliothek: Spielerisch leichten Zugang zur Musik, durch innovative Navigation und einfachste Bedienung. AV-Magazin stellt Ihnen Meridian Sooloos im weltweit ersten Test mit der Software-Version 2.2 vor, die einige wesentliche Funktionserweiterungen enthält.

Für das Empfinden einigermaßen hedonistischer, qualitätsbewusster Musikfreunde vermitteln einige Netzwerk-Player und computergestützte Musik-Lösungen milde ausgedrückt eine leidlich sinnliche Erfahrung. Wohl so mancher, der jeglicher Virtualität dennoch nicht per se abgeneigt ist, wird sich schon gedacht haben, Hersteller müssten vor allem endlich große Bildschirme für die Darstellung von Albencovern und Titelinformationen einsetzen. Wer die Musikanlage strikt getrennt von Computer und Fernseher halten möchte, hatte bislang wenig Optionen, dem Ganzen einen gewissen Appeal beizubringen. Nicht zu vergessen natürlich: Erst der große Touchscreen verleiht Sooloos seine kompromisslose Convenience, mit der es eine derzeit recht einsame Position einnimmt. Aber langsam. Wie entstand Sooloos und was stellt es dar?

Seit Übernahme des New Yorker Spezialisten für Medienserver-Software Sooloos vor etwa zwei Jahren schwimmt auch der britische Digitalexperte Meridian im Becken des Netzwerk-Audio, und zwar gleich als großer Fisch, denn Sooloos avisiert exklusiv das Premiumsegment: Das System ist konsequent als High End-Lösung konzipiert, die Computer-unabhängig funktioniert und dennoch Interaktion mit dem Rechner ermöglicht - die Bennung nach einer kleinen Inselgruppe im Südpazifik erscheint doppelt treffend. Für die meisten Interessenten dürften die per Computer erschlossenen Möglichkeiten - dazu später mehr - allerdings im Vergleich zu anderen Eigenschaften von Sooloos eine sekundäre Rolle spielen, nachdem einmal die eventuell bereits auf Festplatte vorhandene Musiksammlung in das Sooloos-System importiert worden ist. Wenn zuvor noch keine Scheiben auf dem Computer oder einem NAS gespeichert wurden beziehungsweise neue Alben eingelesen werden sollen, funktioniert das ganz einfach mit dem in allen System-Konstellationen erforderlichen Control:ten, das ein CD-Laufwerk enthält und so auch als Rip-Station genutzt werden kann.

Seit der Software-Version 2.1 reicht Sooloos auch über den Horizont der eigenen Musikkollektion hinaus, denn der Internetradio-Dienst RadioTime und der Rhapsody Internet Music Service, der Nutzer-Accounts mehrere Millionen Musiktitel unterschiedlichster Stilrichtungen als Stream zur Verfügung stellt, wurden implementiert.

Die Sooloos-Komponenten haben exzellent verarbeitete Aluminiumgehäuse und brauchen sich mit ihrer elegant-edlen Optik nicht zu verstecken