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Kenwood KSA-DX1 im Test:
Oktiv-App und Hörtest

Der linke Drehregler steuert die Lautstärke und ermöglich den Zugriff auf die Favoriten (Bild: Kenwood)

Radio-Fans kommen mit diesem kompakten Amp ebenfalls voll auf ihre Kosten, denn der KSA-DX1 enthält einen Tuner für DAB+ und analogen FM-Empfang. Die mitgelieferte Antenne sorgt dabei für störungsfreien Empfang. Darüber hinaus öffnet sein Streamingboard die Tür zur weiten Welt des Internet-Radios. Bevor wir die Möglichkeit, den KSA-DX1 per App zu bedienen anschauen, werfen wir jetzt einen Blick auf seine »zweite Natur«, die hinsichtlich der nutzbaren Tonquellen smarte Seite.

Streaming und Wireless

Eine mitgelieferte DAB-FM-Antenne gewährleistet störungsfreien Empfang (Bild: Kenwood)

Um bequem Musik oder Podcasts vom Smartphone an den KSA-DX1 zu streamen, ist der Amp mit Bluetooth ausgestattet, wobei das Protokoll 5.2 verwendet wird. Darüber hinaus ermöglicht er, mit Bluetooth Auracast Streams, die über dieses Sendeprotokoll ausgestrahlt werden, zu empfangen. Doch nicht nur das: Der KSA-DX1 kann auch als Sender verwendet werden, um so zum Beispiel auch im eigenen Zuhause Musik in mehrere Räume zu bringen.

Neben der Bluetooth-Konnektivität unterstützt der Streaming-Verstärker AirPlay, das ermöglicht, Ton von Apple-Geräten kabellos an den Amp zu schicken. Bei meinen Tests mit einem MacBook funktionierte das - ebenso wie im Falle der Bluetooth-Verbindung -, einwandfrei. Dabei habe ich auch hochaufgelöste Audiodateien gestreamt, nicht ohne zuvor im Menü des KSA-DX1 die Option »Hi-Res« zu aktivieren - das ist nicht notwendig, schöpft aber die Qualität hochaufgelösten Quellmaterials bis zu 24 Bit / 192 kHz aus.

Mit Tidal Connect und Spotify Connect unterstützt der kleine Kenwood außerdem zwei der populärsten Streaminganbieter mit riesigen Katalogen, wobei die Implementierung der Connect-Variante von Tidal als Vertreter des audiophilen Lagers erneut den hohen Qualitätsanspruch dokumentiert. Für die jeweiligen Connect-Varianten der Streamingdienste müssen die Apps der Anbieter grundsätzlich auf den zuspielenden Geräten installiert sein. Gegenüber Chromecast-Lösungen bietet die nahtlose Integration in das Menü und das Bedienkonzept des KSA-DX1 dennoch deutliche Vorteile - der Look and Feel ist fast dasselbe wie bei der direkten Nutzung der Apps. Das gilt sowohl für die Bedienung mit der Steuerungs-App »Oktiv« als auch für die Bedienung am Gerät beziehungsweise mit der Fernbedienung.

Steuerung mit der App Oktiv

Die App »Oktiv« dient als smarte Steuerzentrale, mit der die wichtigsten Geräteeinstellungen vorgenommen werden können. Gleichzeitig lässt sich mit Oktiv komfortabel durch das Musikangebot navigieren und die Wiedergabe steuern. Die von Frontier Smart Technologies entwickelte App ist kostenfrei für iOS und Android erhältlich, funktioniert auf dem iPad allerdings nur im Querformat, das die meisten Nutzer jedoch ohnehin bevorzugen. An dieser Stelle auf die App eines Drittanbieters zurückzugreifen, ist fraglos legitim, man muss das Rad nicht neu erfinden. Schließlich kostet eine App-Entwicklung viel Geld und sprengt leicht das anvisierte, günstige Produktbudget. Zudem ist solch eine Software-Entwicklung auch in Zeiten von KI-Coding eine durchaus komplexe Angelegenheit; da hat im Zweifelsfall eine bewährte, stabil funktionierende Lösung Vorteile. Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Eindrücke aus der Oktiv-App im Zusammenspiel mit dem KSA-DX1.

(Links) Zuerst verbindet sich der KSA-DX1 über WLAN mit dem Tablet oder Smartphone, auf dem Oktiv läuft . (Rechts) Die Seite Einstellungen ist klar strukturiert. Hier können sowohl Geräte- als auch Ton-Einstellungen bequem vorgenommen werden (Screenshots: AV-Magazin)
(Links) Die Startseite der App Oktiv kann individuell angepasst werden. (Rechts) Die Systemeinstellungen des KSA-DX1 sind über Oktiv erreichbar. Dort finden sich auch 5 Klang-Presets und ein persönlicher Equalizer (Screenshots: AV-Magazin)
(Links) Das Zusammenspiel von Oktiv und KSA-DX1 funktioniert ausgezeichnet, Einstellungen - wie hier das Klang-Preset - können mal am Gerät und mal in der App geändert werden, ohne das etwas hakt. (Rechts) Der KSA-DX1 unterstützt auch Bluetooth Auracast und kann über die App einfach als Sender oder Empfänger verwendet werden (Screenshot: AV-Magazin)
(Links) Die Musikwiedergabe mit Spotify Connect lässt sich in Oktiv komfortabel handhaben. (Rechts) In der »Läuft gerade«-Ansicht ist auch eine Liste aller Eingänge und Streamingdienste verfügbar, sodass man schnell und bequem zwischen ihnen wechseln kann (Screenshots: AV-Magazin)

Hörtest

Die EP »Morgenrot« gibt einen Vorgeschmack auf das neue Album »I Am Sonnenaufgang« von Frida Gold, dessen Veröffentlichung auf Mai kommenden Jahres verschoben wurde

Der KSA-DX1 bietet einige Presets, mit denen sich der Klang an persönliche Vorlieben und das Musikmaterial anpassen lässt. Neben »Klassik«, »Jazz«, »Pop« und »Rock« steht die Voreinstellung »Sprache« zur Verfügung, die Dialoge bei Filmen besser verständlich macht. Zusätzlich bietet der Menüpunkt »Mein EQ-Setup« die Möglichkeit, Bässe und Höhen in 2-Dezibel-Schritten um bis zu zehn Dezibel abzusenken beziehungsweise anzuheben. Die gewählten Klanganpassungen können dann als persönliche Equalizerkurve gespeichert und jederzeit bequem über das Menü abgerufen werden. Die Genre-Presets sind sinnvoll abgestimmt und eignen sich prima, um zum Beispiel bei Pop-Musik mit etwas mehr Bass die Stimmung zu heben, für die Hörtests habe ich natürlich dennoch die Klangeinstellung »Neutral« gewählt. Mit den Elac Elegant BS 312.2 kommen hochauflösende Lautsprecher zum Einsatz, die das Klangpotenzial des Kenwood-Amps ausloten. Bei »Morgenrot« von Frida Gold, diesmal mit dem MacBook über AirPlay von Qobuz an den KSA-DX1 gestreamt, zeigt sich sofort, welch klangliche Größe in dem kleinen Streaming-Amp steckt: Die Stimme der Sängerin wird scharf fokussiert und plastisch abgebildet, wobei ihr warmes Timbre und die rauen Zwischentöne sehr natürlich klingen. Gleichzeitig pumpen erdige Beats und Bassläufe kraftvoll und präzise in den Raum.

Natürliche Klangfarben und Atmosphäre

»Hypnosis« aus der gleichnamigen EP von Veerus ist ein wunderbarer Techno-Track, mit dem ich das Verstärkerteil des Streaming-Amps jetzt richtig fordern will. Ein Wisch am Lautstärkeregler in der Oktiv-App, hinauf bis weit über mietshaustaugliche Pegel. Der KSA-DX1 nimmt das verblüffend gelassen hin und schüttelt die Beats punktgenau aus dem Ärmel, während voluminöse Bassläufe energisch schieben und Effektsounds raumgreifend wirken - großartig! Die Class-D-Endstufe des kompakten Amps spielt hier an Boxen mit mittlerem Wirkungsgrad ihre Stärken voll aus, und offenkundig tut die Netzteilsektion das Übrige.

Mit der EP »Flow« der isländischen Pianistin und Komponistin Eydís Evensen, die sie zusammen mit der französischen Violinistin und Komponistin Esther Abrami aufgenommen hat, spiele ich jetzt Musik, die ein Hi-Fi-System vor besondere Herausforderungen stellt, wenn es darum geht, akustische Instrumente natürlich wiederzugeben. Der KSA-DX1 gibt sich jedoch auch hierbei nicht die geringste Blöße, ganz im Gegenteil: Er stellt den Flügel in glaubhafter Größe auf eine luftige, sehr gut durchhörbare Bühne. Das weite Klangfarbenspektrum des Flügels erklingt prachtvoll, der KSA-DX1 bringt tiefe, holzige Oktaven und kristallklare Noten souverän zur Geltung. Dann setzt Esther Abrami an der Violine ein, und beim ersten Bogenstrich bekomme ich tatsächlich Gänsehaut: Darauf, wie herrlich sämig und vollmundig der KSA-DX1 die Violine strahlen lässt, war ich ehrlich gesagt nicht gefasst - Kompliment!

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  • Kenwood KSA-DX1 Streamer im Test – Technische Daten
  • Kenwood KSA-DX1 Streamer – direkt zum Testergebnis
Ausstattung
+Line-Eingang Stereo RCA
+Eingang Phono MM
+Digitaleingang optisch TosLink
+HDMI ARC
+Subwoofer-Ausgang
+Bluetooth
+AirPlay
+Bluetooth Auracast
+Steuerbar mit App Oktiv
+Fernbedienung
+4,3“-Farbdisplay
+Multiroom-fähig
+DAB-FM-Radio
+Internetradio
+WLAN-Anbindung
Praxis
+intuitive Bedienung mit App
+intuitive Bedienung mit Fernbedienung
+intuitive Bedienung am Gerät
+stabile Bluetooth-Verbindung
+stabile AirPlay-Verbindung
+komfortables Streaming mit Tidal Connect
+komfortables Streaming mit Spotify Connect
+einwandfreie Funktion von HDMI ARC
+treibt auch größere Lautsprecher mühelos an
Klang
+sehr gute Auflösung
+ausgewogene Abstimmung
+natürliche Klangfarben
+sehr gute Fokussierung
+raumfüllende Abbildung
+dynamisch-agile Spielfreude
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