Messebericht:Die Norddeutschen HiFi-Tage 2026
Das vergangene Wochenende stand für HiFi-Enthusiasten aus dem Norden der Republik ganz im Zeichen der Norddeutschen HiFi-Tage, die zum 21. Mal in Hamburg stattfanden. Erneut im Hotel Le Méridien im Herzen der Elbmetropole untergekommen, konnte die traditionsreiche Regionalmesse mit rund 160 Marken und zahlreichen Besuchern ihr Standing als Pflichttermin untermauern.
Messebericht Norddeutsche HiFi-Tage 20265. Februar 2026 – Fotos: AV-Magazin
Wenn eine Messe parallel zum normalen Hotelbetrieb stattfindet, kann das durchaus Nachsicht erfordern, sowohl seitens der Messebesucher als auch vor allem der Hotelgäste. Im Falle der diesjährigen Norddeutschen HiFi-Tage jedoch hielten sich Beeinträchtigungen in engen Grenzen, die großzügigen Räumlichkeiten des Le Méridien, ein separater Eingang zur Veranstaltung sowie für Hotelgäste reservierte Aufzüge sorgten für geordnete Verhältnisse. Wenngleich auch das Prozedere des Ticketerwerbs vor Ort geordnet ablief, erforderte die lange Schlange vor dem Tickettresen am Samstag allerdings Geduld. Sicherlich ist auch künftig ratsam, im Vorfeld ein Besucherticket auf der Website der Messe zu kaufen. Der kostenpflichtige Eintritt, ein Novum in diesem Jahr, ist eingedenk des Gebotenen legitim, zumal die aufgerufenen Preise (Tagesticket Samstag 15 Euro, Ticket für beide Tage 20 Euro) moderat gehalten sind.
Offenkundig stieß diese Maßnahme auch bei den Besuchern auf breite Akzeptanz, und eines muss man mit einigen irritierenden Beobachtungen im letzten Jahr im Hinterkopf klar sagen: Was nichts kostet, ist manchem offenbar kein angemessenes Benehmen in sorgsam vorbereiteten Vorführungen wert. Verständlich wäre dagegen gewesen, wenn die pünktlich zur Messe hereingebrochene Eiseskälte viele von der Anreise abgehalten hätte, doch am Samstag waren selbst die großen Vorführräume geradezu prall gefüllt. Am Sonntag herrschte zwar weniger Andrang, aber auch an diesem generell etwas schwächeren Messetag waren einige große Räume voll besetzt. Insbesondere vor dem Hintergrund eines nach wie vor zurückhaltenden Konsumklimas darf dies als gutes Zeichen gewertet werden. Messeveranstalterin Yvonne Borchert-Lima zeigt sich daher zu Recht vollauf zufrieden mit 3.248 registrierten Besucherinnen und Besuchern.
Mit ihrer breiten, preislich diversifizierten Palette von Exponaten setzten die Norddeutschen HiFi-Tage zudem das richtige Signal, im Foyer und auf drei Etagen zeigten etwa 100 Aussteller Produkte von rund 160 Marken sämtlicher Produktkategorien für unterschiedliche Budgets. Darüber hinaus bot ein reichhaltiges Workshop-Angebot fundierte Einblicke in Themen wie Raumakustik, Klangoptimierung von Anlagen, Aufnahmetechnik und Subwoofer-Unterstützung sowie Produktvergleiche.
Wie immer an dieser Stelle laden wir Sie nun zu einem Rundgang über die Messe ein.

- Auer Acoustics führte eine sorgfältig aufgebaute Kette mit Solution vor, die eine homogene und energiereiche Darbietung lieferte

- Bei Avantgarde Acoustic konnte die Opus 1 die Vorzüge von Hornsystemen eindrucksvoll vermitteln, sie spielte ausgesprochen offen und locker auf

- Jörg Labza von Axxis Europe kümmert sich nach wie vor um analoge Preziosen

- Seine Vorliebe für Kreationen aus Japan führt auch zu einem Angebot streng selektierter, dort produzierter 300B-Röhren

- Backes&Müller führte die BM Line 35 vor, deren aktive Regelung eine optimale Anpassung an raumakustische Probleme gewährleistet

- Malte Ruhnke erläuterte akustische Probleme wie Raummoden und unterschiedliche Lösungsansätze. Schnell wird dabei klar: Ohne einen fundierten Ansatz kommt man nicht zum Ziel

- Ingo Hansen erklärte die Bedeutung gut ausgebildeten Fachpersonals im Handel

- Stets das gleiche Bild bei Canton: Fast jeder Quadratmeter im Vorführraum ist mit Besuchern gefüllt, von früh bis spät

- In diesem Jahr lag das unter anderem an den klanglich vollauf überzeugenden Demos mit der Reference 3 und der erstmalig gezeigten Reference 9 GS auf den Stativen Reference LS, die im Wechsel vorgeführt wurden

- Angesteuert wurden sie vom CD-Laufwerk/DAC Michi Q5 und dem Vollverstärker Michi X5 S2

- Bei Audio Reference wurden die Besucherströme mit kostenfreien Tickets für die begehrten Vorführungen kanalisiert

- Die »kleine Anlage« mit dCS Bartok und alternativ dem dCS Lina DAC, dem Dan D'Agostino Pendulum sowie den Sabrina V von Wilson Audio spielte äußerst feinzeichnend, räumlich und agil

- Der Vollverstärker Pendulum macht die Klangwelt von Dan D'Agostino erschwinglich, und ein Eyecatcher ist er ebenso wie die großen Amps des Altmeisters

- Die große Kette mit dem dCS Rossini APEX, den neuen Referenz-Monoblöcken Lohengrin Reference von VTL und den Wilson Audio Alexx V lieferte eine Darbietung der Extraklasse. Einen Konzertflügel beispielsweise stellte das System mühelos Live-haftig in den Raum

- Daniela Manger führte wieder zusammen mit SPL und Transrotor vor: Transrotor Massimo Nero wurde von der SPL Phonos Duo verstärkt. Außerdem spielte die SPL-DAC-Vorstufe Director Mk2, die Manger Audio p2 wurden von einer analogen SPL-Weiche angesteuert. Auch das Rack beaudioful Lütt ist eine nähere Betrachtung wert

- Die Kette lieferte eine Definition vollkommen stressfreien und zugleich informationsreichen Hörens

- Eine smart-puristische, genussfähig spielende Anlage: Hegel H150-Streaming-Vollverstärker und KEF Coda Wireless

- Die aktive Kompaktbox Coda W mit Uni-Q-Chassis bietet Anschlüsse für jede Anwendung, inklusive HDMI

- Wer bei Elac genau hingeschaut hat, konnte außer dem prominent platzierten Schriftzug ein paar Reminiszenzen zum 100-jährigen Fimenjubiläum entdecken

- Torge Zeilinger zeigt die neue schwarze Ausführung der aktiven Kompaktbox Debut ConneX Adsum

- Ein Novum in der langen Firmenhistorie: Der erste portable Bluetooth-Lautsprecher von Elac, der Nava 100, wird bald verfügbar sein

- Bremer »Kunstmusikanten«: Die Manufaktur Mapu Speakers aus Bremen fertigt kompakte Design-Lautsprecher von Hand an. Einige entstehen in Zusammenarbeit mit regionalen Künstler:innen

- Die klingenden Ausstellungsstücke versprechen trotz ihrer kompakten Abmessungen raumfüllenden Klang

- Sieveking Sound und Fenn Music boten im Foyer eine »Plattenbörse«

- Melanie Fritsch-Schuster stand zu allen Fragen rund um die audiophilen Konnektoren von WBT stets Rede und Antwort

- Audio Reference setzte in seinen 7.2-Home Cinema-Vorführungen erstmalig die Prototypen einer Vor-End-Kombi von Velodyne Acoustics ein, hier zu sehen die 7-Kanal-Endstufe SC7350. Außerdem spielten der UHD-Player Magnetar UDP-900MkII, Lautsprecher aus der neuen A-Serie von Perlisten und die Velodyne Acoustics-Subwoofer VI-Q15

- Audio Reference-Geschäftsführer Mansour Mamaghani stand für Detailfragen zu allen Produkten jederzeit persönlich zur Verfügung

- Ein Design, das ewig fortlebt: Die Jade Thirty des polnischen Herstellers Pylon Audio spielte an Elektronik von Atoll dynamisch agil auf

- Revival des Open Baffle-Designs: Die Qualio IQ setzt auf gehäusefreien Mittelhochton

- Tatsächlich spielte die Qualio IQ an preisgünstigen Class D-Amps chinesischer Provenienz kraftvoll und zugleich sehr offen

- Christian Lorenz von Supra Cable stellte sein reichhaltiges Angebot hochwertiger, bezahlbarer Kabel aus

- Bei sonoro Audio spiegelte der Messeauftritt den Designanspruch des Neusser Unternehmens wider

- Besucher konnten sich davon überzeugen, das auch die klangliche Ästhetik bei sonoro groß geschrieben wird - hier anhand des Musiksystems Meisterstück Gen. 2

- Thorens zeigte einige seiner beliebtesten Modelle in mittlerer Preislage

- Neu im Programm ist der direktgetriebene TD 404 DD, dessen Tonarm ein Schneidlager hat. Zu haben ist dieser reizvolle Dreher für 4.500 Euro

- Thorens-Geschäftsführer Gunter Kürten erläuterte die Klangcharakteristik von Riemen- und Direkttrieblern

- Draabe Nessie bietet Plattenwaschmaschinen, die effektiv und einfach zu handhaben sind

- Die Berliner Manufaktur Voxativ spielte die Elektra, einen imposanten Standlautsprecher mit Feldspulentreiber und 500-Watt-Class D-Amp - eine energiegeladene, sehr transparente Darbietung

- Die noch recht neue Marke Harzsch Audio Systeme aus dem Ruhrgebiet präsentierte ihre mit hochwertigen Treibern von Thiel und SB Acoustic bestückten Modelle Concert, Symphony und Orchestra

- Neu im Vertriebsprogramm von Sieveking Sound ist die schwedische High-End-Lautsprechermanufaktur Marten. Hier zu sehen die Mingus Quintet 2 SE mit Diamant-Hochtöner

- Sie wurde angetrieben von einer Audia Flight-Vor-End-Kombi mit der Stereo-Endstufe Strumento No. 4 Mk2

- Die Vorführung überzeugte vollends, mit einer homogenen, sehr nuancierten und agilen Spielweise

- Dirk Räke berichtet, dass der Bellini TMD besonders wegen seiner Acylhaube sehr beliebt ist. Verständlich, schließlich geht in diesem Fall praktischer Nutzen weder zu Lasten der Optik noch des Klangs

- Typisch Transrotor, durchdacht bis ins Detail: Die Haubenscharniere lassen sich mit einem leichten Fingerdruck lösen, zudem kann ihre Gängigkeit eingestellt werden

- Bei Symphonic Line übernahm Geschäftsführer Rolf Gemein mit Tochter Marion persönlich die Vorführungen und bewies wie üblich das richtige Gespür mit seiner perfekten Musikauswahl

- Mit packendem, raumgreifenden und enorm musikalischen Sound sorgte der handgefertigte Vollverstärker RG 10 MK 5S Reference von Symphonic Line für Begeisterung

- Kürzlich fertig gestellt: Mächtige Verstärker von Acapella. Die imposanten Kraftwerke hören auf die Namen Energèia Reference Pre und Energèia Reference Mono

- Sie ließen die La Campanella 2 zur Höchstform auflaufen, die Kette lieferte ein eindrucksvolles Plädoyer für Hornsysteme - eine Darbietung voller feinster Details und purer Energie

- Ganz anders, und nicht minder faszinierend: Die Klangsphären von Magnepan. Reichmann Audiosysteme führte mit der MG-20.7 eine große »Maggie« vor, die von Musical Fidelity angesteuert eine vollkommen flüssige, homogene Fürsprache für Vollbereichs-Magnetostaten hielt

- Vivid Audio verbindet technische Ansätze seit je her mit ästhetisch reizvollen Konzepten

- Die Giya G2 Cu spielte zusammen mit Elektronik von Mola Mola und Grimm Audio souverän

- Dantax Radio, Konzernmutter der Lautsprechermarken Raidho Acoustics und Scansonic HD, hat die Elektronik von Leema Acoustics aus Wales neu im Vertriebsportfolio für die DACH-Region. Chefentwickler Andy Moore zeigt uns den brandneuen Vollverstärker iD85, der auf der Messe seine Weltpremiere feierte und zusammen mit den Scansonic M30.2 eine hervorragende Vorstellung ablieferte. Kostenpunkt des Kraftpakets: 2.500 Euro

- Die beiden Leema Acoustics-Vollverstärker Tucana II und Hydra II steuerten die Raidho TD3.10 im Bi-Amping-Brückenmodus mehr als adäquat an

- Dantax Radio-Geschäftsführer Morten Nielsen zeigt die hauchdünne Folie, die in den Raidho-Bändchen-Hochtönern zum Einsatz kommt

- Die Elargo 200 von Gauder Akustik spielte an Elektronik von Acoustic Arts mit Verkabelung von Crystal Cable ausgewogen-souverän auf

- Aavik-Elektronik, die Børresen-Lautsprecher T5 und Ansuz-Kabel sorgten bei der Audio Group Denmark für ein fließendes, sehr nuancenreiches und nachgerade ätherisch leichtes Klangbild
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