Ausstattung und Bedienung
Alle Achtung: Der Topas 48TY91 OLED twin R wartet mit vollständigem HDR-Angebot auf: Er gehört zu den wenigen TVs, die sämtliche Formate beherrschen, darunter die wichtigen dynamischen Varianten HDR 10+ und Dolby Vision. Sie passen jede Szene den Lichtbedingungen im Bild neu an. Dolby Vision IQ, das den Raumlichtsensor des TV mit einbezieht, ist nicht an Bord. Hier bietet Metz eine eigene Lösung.
Herausragend sind zudem die Aufnahmefunktionen. Die integrierte Festplatte fasst 1 Terabyte TV-Material. Da können sich die Vorzüge der Doppeltuner bestens austoben: Die Aufnahme zweier (UHD-)Sender ist zeitgleich möglich, und man kann innerhalb eines Satelliten-Streams (Transponder), in dem stets mehrere Sender übertragen werden, sogar noch einen dritten anschauen. Auch die Kombination aus Timeshift und einer parallelen Aufnahme ist möglich. Falls es bei der Aufnahmeprogrammierung und dem spontanen Mittschnitt Überschneidungen von Sendungen gibt, informiert das Menü detailliert. Clever ist das Feature „Accurate Recording“. Ist es aktiviert, empfängt der TV Steuersignale der öffentlich-rechtlichen Sender, die über Programmverzögerungen informieren und den Start einer programmierten Aufnahme entsprechend hinauszögern.
Bild im Bild ist dank der Doppeltuner ebenfalls möglich. Metz weist in der Ausstattungsliste korrekterweise daraufhin, dass dies nur mit den Full-HD-, nicht mit den UHD-Sendern funktioniert. Hier etwa bewährt sich bereits die optimierte Fernbedienung. Anders als etwa beim Fineo gibt es hier eine Taste direkt zur PiP-Funktion. Zudem bieten sich drei Buttons für die programmierbaren Favoritenfunktionen an. Hierbei öffnet man jeweils Zahlenfelder, die mit insgesamt 30 präferierten Befehlen belegt werden können. Über die Favoritentasten gelangt man zu den jeweiligen Zahlen. Das alles klappt intuitiv dank bester Führung.

- Die rückwärtigen Anschlüsse bieten die üblichen Kontaktmöglichkeiten. Der Kopfhörerausgang ist in der Lautstärke unbhängig von den Lautsprechern regelbar

- Leicht zugänglich sind die seitlich liegenden Buchsen. Zwei CI-Schächte ermöglichen Pay-TV-Empfang via DVB-Tuner
Das App-Portal fällt weniger umfassend aus als bei Konkurrenten. Die großen VoD-Player Netflix, Amazon oder Disney fehlen. Stattdessen steht der deutsche Service Videociety mit ebenfalls attraktiven Filmen im Angebot. Wer nachrüsten möchte, kauft sich für wenig Geld einfach einen entsprechenden Stick. Im Test griff dabei die HDMI-Steuerungsfunktion CEC sofort ein, wodurch das Fire-TV-Menü vollautomatisch mit der Metz-Fernbedienung steuerbar wurde - da fällt der lästige Wechsel zwischen den Funkern weg. Nachrichtenangebote als Video oder Text liefert der Topas in seinem Portal hinreichend.
Back to the roots: Bedienung und Menüführung als Basiselement eines TV klappen mit dem Topas bestens. Schon die Senderinstallation fällt mit etwas Knowhow leicht, die Erstellung der bis zu acht Favoritenlisten ist bestens geführt. Sender darf man dabei einzeln oder blockweise verschieben. Wünschenswert wäre noch die Möglichkeit, die Senderreihenfolge alphabetisch zu ordnen oder UHD-Sender zu filtern. Die Suche per Namenseingabe führt jedoch ebenfalls sicher zum Ziel. Weitere Finesse: Man kann eine der bereits erstellten Favoritenlisten als Vorlage für weitere auswählen. So muss man getane Arbeit nicht wiederholen.
Neu beim übersichtlichen Programmführer ist die zur Listenansicht zusätzliche Rasteransicht. In der Fernbedienungs-App für Smartphone und Tablet steckt ebenfalls eine gelungene Programminfo, wobei die Timer-Fernprogrammierung via Internet möglich ist. Die Verbindungsaufnahme zwischen Tablet und TV gelang im Test augenblicklich.
Ebenfalls erwähnenswert: Metz zeigt in seinen Datenschutzbestimmungen auf, dass der TV-Hersteller selbst keinerlei Nutzerdaten sammelt. Apps jedoch unterliegen wie immer den jeweils eigenen Datenschutzbestimmungen. Allerdings kann man in den Systemeinstellungen beobachtende Cookies löschen. Deaktivierbar sind die HbbTV-Dienste sowie die automatische Anzeige des Angebots beim Zappen.

- Gelungenes Hilfsmittel: Die Signalstärke der erreichbaren Router und Repeater zeigt das Menü während der Erstinstallation an. Die Anmeldung ist auf Wunsch per WPS-PIN möglich

- Das App-Portal ist nicht gerade prall gefüllt, mit Videociety und den Mediatheken gibt’s dennoch gelungenes Video on Demand

- Im Menü ist eine Bedienungsanleitung integriert, die mit ausführlichen Texten informiert. Sie lässt sich nach Themen oder per Index durchsuchen. Gut gelöst: Auch in den Menüseiten steht stets ein Button direkt zur Anleitung und zum zugehörigen Thema im Angebot

- Bei der Sendersortierung und der Erstellung der Favoritenlisten helfen die gute Führung und sinnvolle Funktionen. Auch die EPG-Sender lassen sich hier auswählen. Filter nach Senderanbieter, Alphabet oder UHD fehlen

- Die Senderliste ist sehr gut lesbar, man kann schnell hindurchblättern und sie offeriert Infos zur Sendung. UHD-Programme kann man ausfiltern, auch eine Suchfunktion nach Sendernamen gibt es

- Timeshift und gleichzeitige zwei Aufnahmen klappen dank vollwertigem Twin-Tuner-Empfang. Wichtiges Extra: Möchte man eine Timeshift-Aufnahme schließlich doch noch archivieren, kann man dies im Nachhinein entscheiden

- Neu ist die wählbare Rasteransicht im Programmführer, die laut Metz von Kunden gewünscht war. Der EPG ist auch hier per Stichwortsuche durchsuchbar. Alternativ…

- …gibt es die Listenansicht, die mehr Filterfunktionen zur Verfügung stellt und ruhiger wirkt

