Philips Fidelio FA3 im Test: Praxis
Beim ersten haptischen Kontakt punkten die rund 3,4 Kilogramm schweren Lautsprecher mit ausgezeichneter Material- und Verarbeitungsqualität. Der massive, resonanzarme Korpus ist von einer tiefschwarzen Hochglanzoberfläche überzogen. Durch den hohen Glanzgrad und das fugenlose Kantendesign wirken die Lautsprecher hochwertig und fügen sich perfekt in gediegene Wohnlandschaften ein. Für optimale Standsicherheit sorgen extraweiche Gummifüße, die den Lautsprecher akustisch von der Stellfläche entkoppeln. Zugleich schützen sie das Möbel vor unliebsamen Kratzern. Um eine flexible Positionierung zu ermöglichen, hat Philips die Gehäuse so gestaltet, dass sich die Schallwand nach hinten neigt. Dadurch strahlt der Lautsprecher leicht nach oben ab. Und das verbessert den Klang effektiv, zum Beispiel bei einer Aufstellung auf einem TV- oder Low-Board. Durch die gerichtete Ausstrahlung zum Hörer klingen Hochtonfrequenzen dann noch brillanter und auflösender.
Anschlüsse
Für die Verbindung zu Fernsehern, Computern, Spielkonsolen oder Smartphones und Tablets stehen zahlreiche Optionen zur Wahl. Während PC- und Mac-Computer direkt via USB-C verbunden werden, können Flachbildschirme via HDMI angeschlossen werden. Dann empfangen die Philips FA3 den digitalen TV-Ton über den integrierten Audiorückkanal namens ARC. Wichtig: Da die Lautsprecher über keinen Raumklang-Decoder verfügen, muss der Tonausgang des Fernsehers auf PCM-Stereo stehen. Nur dann können die Philips-Boxen das eingehende Digitalsignal wandeln. Für weitere Zuspieler stehen ein optisch-digitaler Toslink-Anschluss und ein analoger Stereo-Cinch-Eingang zur Wahl. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die FA3-Stereolautsprecher untereinander kabelgebunden per Cinchleitung oder kabellos per Funk verbunden werden können. Letztgenannte Option ist dann hilfreich, wenn man die Lautsprecher im Wohnraum mit geringem Verkabelungsaufwand harmonisch integrieren möchte.
Technik
Für die Schallwandlung kommt pro Box ein Digitalverstärker mit 100 Watt RMS-Leistung zum Einsatz. Dieser treibt ein Zweiwegesystem an, das aus einem 13 Zentimeter großen Tiefmitteltöner und einem 25 Millimeter kleinen Hochtöner besteht. Letztgenannter wirkt über eine leichte Titankalotte, die Frequenzen von bis zu 40.000 Hertz wiedergeben kann. Im Bass-, Grund- und Mitteltonbereich kommt eine steife Konusmembran aus Glasfaser zum Einsatz. Um das tieffrequente Wiedergabevermögen zu verbessern, arbeitet diese in ein belüftetes Reflexvolumen. Das dafür notwendige Ventilationsrohr ist in der Rückseite des Lautsprechers verbaut. Für die bestmögliche Wandlung eingehender Audiosignale ist ein Digitalwandler verbaut, der Abtastraten von bis zu 96 Kilohertz verarbeiten kann. Maximale Klangqualität beim Streamen garantiert der Bluetooth-Standard 5.4. Dank Kompatibilität mit Multipoint und Multipairing können die FA3-Lautsprecher Musik kabellos von mehreren Bluetooth-Geräten empfangen und über Auracast sogar zu mehreren Geräten senden. Zudem sorgt der neue LC3-Codec im Zusammenspiel mit kompatiblen Bluetooth-Geräten für eine bessere Klangqualität bei geringerem Stromverbrauch und geringerer Verzögerung.




