Hisense XR10 Projektor im Test:Ausstattung und Technik
Der Hisense XR10 ist ein Ein-Chip-DLP-Projektor mit nativer Full-HD-Auflösung, der 3840 x 2160 Pixel entgegen nimmt, verarbeitet und via XPR-Shift-Technologie projiziert. Kernstück ist die LPU 3.0 Digital-Laser-Engine mit moderner RGB-Tripple-Laserlichtquelle. Die Lebensdauer beziffert Hisense mit 25.000 Stunden, unabhängig von der tatsächlich genutzten Helligkeit. Ein neu entwickeltes Iris-System steuert hierbei dynamisch die Blendenöffnung, um das Kontrastverhältnis zu steigern. Die Lichtausbeute soll 6000 Lumen betragen - und das nehmen wir an dieser Stelle mal vorweg: der XR10 erreicht diese Maximalhelligkeit tatsächlich auch.
Für die Kalibrierung stehen klassische Gain/Offset-Regler, ein 20-Punkte-Weißabgleich, ein Gamma-Equalizer und ein Sechs-Achsen-Farbmanagement zur Verfügung. Die Zwischenbildberechnung bezeichnet Hisense als „Bewegungskompensation“. Diese besitzt vier feste Presets und einen Benutzermodus, der eine 10-stufige Feinanpassung implementiert hat, um die Bewegungsschärfe noch feiner zu dosieren. Mit Dolby Vision, HDR10+, HDR10 und HLG werden die gängigen High-Dynamic-Range-Technologien unterstützt. Ein dynamisches Tone-Mapping sorgt für die bestmögliche Wiedergabe der statischen HDR-Formate. Filmmaker-Modus und IMAX-Enhanced sind vorhanden, um entsprechend kodierte Inhalte wiederzugeben. Die selbständige Geometriekorrektur mit Autofokus wird unterstützt von vier eingebauten Kameras. Ein Augenschutz, das Flüssigkeitskühlsystem zur besseren Wärmeableitung und Geräuschreduzierung sowie eine 3D-Wiedergabe komplettieren das umfangreiche Ausstattungspaket. Verzichtet werden muss lediglich auf eine Lens-Memory-Funktion.

- Auf der Rückseite sind alle Anschlussterminals ins Gehäuse eingelassen (Foto: Hisense)
Iris-Blende zur Kontraststeigerung

- Objektiv mit dynamischer Iris (Foto: Hisense)
Hisense hat in den XR10 eine Blende implementiert. Diese besitzt zwei dynamische Regelungen (Kino 1 und Kino 2) sowie eine statische (Benutzer), in der die Iris in sechs Stufen fix eingestellt werden kann. Wie alle Blenden in Projektoren verbessert auch diese den Kontrast, je weiter sie geschlossen wird. Allerdings geht die Kontraststeigerung mit einem Helligkeitsverlust einher. Im ausgeschalteten Zustand messen wir einen On/Off-Kontrast von 1.500:1, der auf 3.000:1 (Kino 1) bis unendlich (Kino 2) gesteigert wird. Gleichzeitig nimmt die Lichtausbeute ab, wenn die Iris geschlossen wird. So ermitteln wir eine Maximalhelligkeit von 4.830 Lumen (Aus), 2.560 Lumen (Kino 1) und 917 Lumen (Kino 2) mit SDR-Testbildern. Wenn HDR-Signale zugespielt werden, öffnet die Blende im Kino-1-Modus weiter, so dass wir auch hier die vollen 4.830 Lumen ermitteln. Letztendlich erkauft man sich mehr Kontrast durch viel Lichtverlust.

- Autofokus: Das Bild stellt der Hisense XR10 selbständig bis in die Ecken mit Hilfe dieses Testbildes scharf (Screenshot: AV-Magazin)

- Iris-Modus: Kino 1 hat sich bei HDR und SDR bewährt, weil die Regelung unauffällig ist (Screenshot: AV-Magazin)

- Weißabgleich: An 20 Punkten kann der Graustufenverlauf optimiert werden, was zu einem Ergebnis auf Studioniveau führt (Screenshot: AV-Magazin)

- HDR-Farbzuordnung: Das Feature sollte bei HDR-Zuspielung zwingend eingeschaltet werden, weil es sich um das dynamische Tone-Mapping handelt (Screenshot: AV-Magazin)

