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Vincent PF-3 im Test:
Technologie und Ausstattung

Insgesamt stehen sechs Ausgänge zur Verfügung, zwei von ihnen sind für digitale Quellgeräte vorgesehen (Bild: Vincent)

Diese Preis-Leistungsmaßgabe charakterisiert die Firmenphilosophie seit Gründung von Vincent unter dem Dach des Vertriebs Sintron im Jahr 1995. Zum Konzept gehörte von Anfang an die Fertigung bei einem ausgesuchten Partner in China, um die Komponenten für eine breite Zielgruppe erschwinglich zu machen. Die Entwicklung und das Design aller Vincent-Geräte finden dagegen unter der Leitung von Frank Blöhbaum am Sintron-Firmensitz in Iffezheim statt, wo Christian Fröhling für die Marke verantwortlich zeichnet. Gestartet war Vincent mit Vor- und Endstufen sowie Vollverstärkern, wobei hybride Gerätedesigns mit Röhreneingangsstufe und Transistorendstufe schnell zum Markenzeichen wurden. Inzwischen gehören außerdem Phono-Amps, CD-Player und Digital-Analog-Wandler zum Programm; XLR- und RCA-Signalkabel sowie Lautsprecherkabel runden das Angebot ab. Der PF-3 nimmt sich äußerlich, besonders im Vergleich zu den Verstärkern mit rundem Röhren-»Schaufenster«, schlicht aus. Schließlich gibt es hier keine glimmenden Glaskolben oder Bedienelemente, die sich zur Inszenierung anbieten. Stattdessen fügt sich die Netzfilterleiste dezent in das bestehende Setup ein und gefällt mit ausgezeichneter Verarbeitungsqualität: Das solide Metallchassis schließt vorne mit einem fünf Millimeter dicken Aluminiumpaneel ab, das makellos gebürstet ist. Darauf befinden sich zwei kleine LEDs, die mit angenehmer Lichtstärke den Betrieb des Filters signalisieren und gegebenenfalls auf eine phasengedrehte Verkabelung hinweisen.

Der Innenaufbau ist blitzsauber, hochwertige Drosselspulen filtern HF-Störströme (Bild: Vincent)
Gummifüße entkoppeln die Filterleiste von der Stellfläche (Bild: Vincent)

Im Unterschied zum PF-2 enthält der PF-3 auch eine Filterung für Gleichstromanteile; außerdem schützt eine Schaltung die Leiste und alle angeschlossenen Komponenten vor Überlast. Um Störströme bei hohen Frequenzen zu eliminieren, verwendet Vincent unter anderem hochwertige Drosselspulen, die den frequenzbezogenen Blindwiderstand einer Spule nutzen. Für den Anschluss der Komponenten stehen insgesamt sechs Schukobuchsen bereit, die zwei vorderen sind für digitale Quellgeräte vorgesehen. Sie sind für eine maximale Schaltleistung von 300 Watt ausgelegt, während die vier weiteren Ausgänge mit insgesamt 1.900 Watt Schaltleistung für Vorverstärker, Vollverstärker und Endstufen gedacht sind. Dieser Empfehlung sollte man folgen und die höhere Belastbarkeit dieses separaten, für Amps konzipierten Kreises nutzen: Auch kleinere Vollverstärker haben bei Impulsspitzen einen hohen Strombedarf, daher muss eine Filterleiste entsprechend ausgelegt sein, um den kurzzeitigen Stromhunger eines Amps bedienen zu können.

 

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Ausstattung
+Eingang Kaltgeräte-Netzbuchse
+2 Ausgänge Schuko-Buchse für Digital
+4 Ausgänge Schuko-Buchse für Analog & Amps
+Gleichstromfilter
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