Network Mediaplayer
Per Wireless LAN (WLAN) Internetausflüge zu unternehmen, ist für viele bereits selbstverständlich. Die kabellose Verbindung flutscht bestens und vermeidet Stolperfallen, falls sich der Anschluss in einem anderen Zimmer befindet. Da wäre es doch schön, wenn sich der Fernseher ebenfalls ins Netzwerk integrieren ließe und im Büro-PC abgelegte Fotos, Musik, Clips oder Spielfilme abspielen könnte. Schon heute erlauben viele Internetdienste den Download interessanter Angebote, die auf dem PC landen und ausschließlich an dessen Mini-Schirm angesehen werden. Dagegen wäre man im Wohnzimmer über eine Programmerweiterung vielleicht hoch erfreut.
Der Connect 42 Media erfüllt diesen Wunsch. Automatisch sucht er nach einer WLAN-Verbindung, klinkt sich ins Netzwerk ein und stöbert auf der Festplatte des Computers nach Video- und Audio-Daten. Im Test gelang ihm dies erstaunlich gut.
Der Connect führt Schritt für Schritt durch die Installation des Netzwerks. Da die Verbindungsaufnahme per UPnP-Standard erfolgt (Universal Plug and Play), funktioniert die Kontaktaufnahme herstellerübergreifend und mit nur wenigen Eingaben. Als Verbindungszentrale können die bekannten Internet-Router wie etwa eine Fritz-Box dienen. Sie sind die Schnittstelle für PC und den Loewe, hier findet sozusagen die Datenübergabe statt.
Im Test zeigte der Loewe bereits nach nur kurzer Zeit alle Audio- und Video-Ordner an, die auf dem Computer des AV-Magazin-Redakteurs angelegt waren. Und auf Befehl der Loewe-Fernbedienung öffnete sie der Connect anstandslos und spielte eifrig alles ab, was darin zu finden war: Der Photoviewer startete eine Bilderschau und spielte parallel Musik vom PC ab. Anschließend gab’s eine kleine Session mit Filmclips. Vollends erstaunt waren die Redakteure, als der Loewe sogar DivX-datenreduzierte High-Definition-Filme ohne Zögern und frei von Aussetzern darstellte. Das alles funktionierte glattweg durch zwei Wände hindurch. Kurz: Der Connect bewies sich als echter Multimedia-Star.
Häufig genug kommt es vor, dass die Sternchen der Mulitmedia-Szene Dateien nicht erkennen oder Ordner nicht darstellen. Das einzige, was zur Überraschung aller nicht funktionierte, war die Sortierfunktion. Sie soll die dargestellten Ordner in alphabetischer Folge auflisten. Statt dessen stürzte der Server ab, und man durfte die Daten neu aufrufen.
Zudem soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass WLAN-Netzwerke und deren Spielpartner immer wieder ganz unverhofft Tücken zeigen. Dabei handelt es sich um Abstimmungs- und Einstellungsfeinheiten, die ein Laie kaum in den Griff bekommt. Bevor Sie also verzweifeln oder den Netzwerkkomponenten die Pest und Cholera wünschen, rät das AV-Magazin, einen WLAN-versierten Bekannten zu einem Gläschen Wein am Abend einzuladen und mit ihm gemeinsam das Netz zu flechten. Zudem bietet der Loewe die Alternative, die Verbindung per Datenkabel (Ethernet) aufzunehmen. Das klappt in der Regel einfacher und erlaubt einen höheren Datendurchsatz für den Fall, dass die Datenpakete ab und an größer ausfallen sollten.
| Fotos: | JPG, PNG, BMP (Die Dateien dürfen eine Größe von 6 Megabyte nicht überschreiten), Fotos im Bitmap-Format (BMP) werden in 8 Bit und 24 Bit unkomprimiert (kein RLE) und nur im Windows-Format unterstützt, Fotos im Progressive-JPEG-Format dürfen eine Auflösung von 1024x768 Pixeln nicht überschreiten. |
| Musik: | MP3, WAV (ohne ADPCM), WMA 8/9, LPCM, AAC-LC |
| Video: | MPEG 1/2/4, WMV 9/HD, DivX, Xvid |






