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Nubert nuVero nova 14 im Test: Technologie

Dank der schmalen Schallwand und der organischen Linienführung wirkt die nuVero nova 14 sehr elegant (Bild: Nubert)

Von oben betrachtet geht die kaum merklich gewölbte Schallwand an den Seiten mit weitem Radius in die Wangen über, die schräg zueinander stehen, sodass sich das Gehäuse nach hinten verjüngt. Letzteres Merkmal verhindert stehende Wellen im Gehäuse, während die abgerundeten Ecken Kantenreflexionen vermeiden. Das mit internen Verstrebungen zusätzlich versteifte Gehäuse ruht auf einem schweren Stahlsockel, dessen Unterseite vollflächig mit Filz beklebt ist. Robuste, ebenfalls aus Stahl gefertigte Ausleger vergrößern die Standfläche und nehmen große, solide Metallfüße auf. Nubert verfolgt hier nicht den verbreiteten Ansatz der Energieableitung über Spikespitzen; stattdessen koppeln flache, mit Filz beklebte Zylinderfüße an die Stellfläche an.

Sämtliche Chassis wurden für die nuVero nova-Serie vollständig neu entwickelt, was zu einer Premiere führte: Nubert verwendet erstmalig in der 50-jährigen Firmengeschichte Metallmembrane. Der Hochtöner ist mit einer 25-mm-Aluminiumkalotte ausgestattet, deren Steifigkeit in Verbindung mit einem kräftigen Antrieb einen hohen Wirkungsgrad ermöglicht. Allerdings neigen Aluminiumkalotten aufgrund ihrer Eigenresonanz zur Schärfe und müssen gezähmt werden, deshalb haben die Verantwortlichen die sogenannte »Non-Resonant-Technology« entwickelt, die das Ausschwingverhalten optimieren soll. Ein Element dieser Technologie ist das feinporige Schutzgitter vor der Kalotte.

Treiber-Bestückung

Im Mittelton arbeiten zwei 101-mm-Konustreiber mit vierlagiger Carbonmembran und leistungsstarkem Neodymantrieb (Bild: Nubert)

Im Mitteltonbereich kommen zwei parallel laufende Konustreiber zum Einsatz, die mit einem Durchmesser von 101 Millimetern nicht zu den stattlichen Exemplaren zählen. Doch an dieser Stelle wurde keineswegs gekleckert, die Intention hierbei ist, mit zwei kleineren Chassis homogene Phasenübergänge zu erreichen und Partialschwingungen zu minimieren. Die Konusmembrane werden aus vierlagiger Carbonfaser hergestellt, um das bestmögliche Verhältnis von Steifigkeit und bewegter Masse zu erreichen. Das Herzstück des Antriebssystems bildet ein außenliegender, leistungsstarker Neodymmagnet. Die separate, nahtlos in das Frontpaneel integrierte Schallwand der neu entwickelten Mittelhochton-Einheit beinhaltet Schallführungen für die Kalotte und die Mitteltöner und greift das Prinzip der Vermeidung früher Reflexionen auf. Der Hochtöner und die zwei parallel angesteuerten Mitteltöner sind symmetrisch in einer vertikalen Achse angeordnet, wobei der Hochtöner im Zentrum positioniert ist - mit Ausnahme der Filterflankensteilheit wurde hier eine waschechte D’Appolito-Anordnung umgesetzt.

Die komplex aufgebaute Frequenzweiche der nuVero nova 14 ist durchgehend mit hochwertigen Bauteilen bestückt und mit Filtern 4. Ordnung ausgelegt (Bild: AV-Magazin)

Tiefton-Fundament

Für den Bassbereich sind gleich drei 168-mm-Treiber zuständig, sie verfügen ebenfalls über vierlagige Carbonmembrane und Neodymmagnete (Bild: Nubert)

Für die Wiedergabe tiefer Frequenzen setzen die Ingenieure gleich drei Konustreiber mit vierlagigen Carbonfasermembranen ein, die auch parallel arbeiten und jeweils einen Durchmesser von 168 Millimetern haben. Der Grundgedanke ist hier derselbe wie im Falle des Mitteltöner-Duos: Mit drei vergleichsweise kleinen Treibern lässt sich mehr Präzision erzielen als mit ein oder zwei wuchtigen Woofern. Antriebsseitig werden auch hier sehr leistungsstarke Neodymmagnete verwendet, die Membrane sind in besonders breiten Rundsicken aufgehängt. Die Gesamtmembranfläche dieses Bass-Ensembles ist freilich beachtlich; dennoch bekommt der Tiefton Unterstützung von einer Bassreflex-Abstimmung, die über eine Öffnung im Sockel nach unten wirkt und so für eine gleichmäßige Schallanregung des Raums sorgt. Eine zusätzliche, im oberen Drittel der Rückwand platzierte Ventilationsöffnung wirkt Kompressionseffekten entgegen.

Die mit steilflankigen Filtern 4. Ordnung ausgelegte Frequenzweiche ist wie gewohnt recht komplex aufgebaut und durchgehend mit hochwertigen Bauteilen bestückt, einige Folienkondensatoren werden nach eigenen Spezifikationen für Nubert gefertigt. Thomas Bien, Leiter der Lautsprecherentwicklung, hat bei ihrer Konzeption besonderes Augenmerk darauf gelegt, eine auf beiden Achsen breite Schallabstrahlung zu erreichen. Dank des homogenen Rundstrahlverhaltens soll es nicht zwingend erforderlich sein, auf dem Sweet Spot zu verharren. Gleichwohl verweist die beigelegte Bedienungsanleitung hinsichtlich einer optimalen Ortbarkeit von Schallereignissen auf das Stereo-Dreieck.

Das Schutzgitter ist Teil der sogenannten Non-Resonant-Technologie, die der Aluminiumkalotte jegliche Schärfe nimmt (Bild: Nubert)
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Ausstattung
+Steckbrücke für Diffusfeldentzerrung
+Steckbrücke für Bassabsenkung
+höhenverstellbare Standfüße
+Bi-Wiring-Terminal
+Lautsprecherkabel inkl. (2,5qmm 4m)
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