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dCS Lina Network DAC im Test:
Technologie und App dCS Mosaic

Die vier beleuchteten Touchbuttons ermöglichen, die darüber angezeigte Option zu wählen und durch Menüs zu navigieren - anfangs gewöhnungsbedürftig, weil man versucht ist, auf die Symbole zu tippen (Bild: dCS)

Die Funktionsweise des Ring-DAC haben wir schon mehrfach beschrieben, dennoch sei hier diese de facto einzigartige Technologie noch einmal kurz erklärt: Der Ring-DAC ist mit Widerständen und zustandsgesteuerten Flipflops diskret aufgebaut, von insgesamt 48 Spannungsquellen sind 16 als Reserve für nachfolgende Samples vorgesehen. Die aktiven Spannungsquellen liefern zusammen immer den gleichen Spannungswert an den Summenbus und bilden ein Sample mit 5 Bit Worttiefe ab. Damit sie vom 5-Bit-Modulator verarbeitet werden können, wird für alle PCM-Datenströme ein Oversampling auf 706,8 MHz beziehungsweise 768 MHz vorgenommen. Die Modulation findet abhängig von der Abtastrate des Eingangssignals und der gewählten Einstellung mit einer Taktfrequenz zwischen 2,822 MHz und 6,144 MHz statt.

Das Besondere an dieser Wandlerarchitektur: Der Ring-DAC ermöglicht, für jedes Bit beliebige Kombinationen von Spannungsquellen zu schalten. In Folge dessen sind bei der D/A-Wandlung entstehende Fehler nicht mehr mit dem Audiosignal korreliert. Welche Spannungsquellen zu bestimmten Zeitpunkten geschaltet werden, steuert die selbst entwickelte Software »dCS Mapper«, die in einen FPGA implementiert ist. Diese komplexen Algorithmen generieren Verteilungsmuster, die Rauschen filtern und außerhalb des hörbaren Spektrums verlagern. Für PCM-Datenströme stehen sechs proprietäre Filter zur Wahl, für DSD-Datenströme fünf: Vier reduzieren Rauschen außerhalb des Audiospektrums, der fünfte dient der Optimierung der Transienten-Wiedergabe.

Aus klanglicher Sicht ist die Lina Masterclock ohne Wenn und Aber zu empfehlen, und wie man sieht: auch diese Kombination harmoniert optisch (Bild: dCS)

Die App dCS Mosaic

Die zum Lieferumfang gehörende, sehr solide Fernbedienung lädt dazu ein, das Tablet auch mal beiseite zu legen (Bild: dCS)

Die App dCS Mosaic dient, auch bei vorhandener Fernbedienung, als Steuerzentrale, denn mit ihr lässt sich sehr bequem durch die Kataloge stöbern und Musik abspielen. Sie bietet den gewohnten Funktionsumfang, um beispielsweise nach Künstlern, Genres und Songtiteln zu suchen. Darüber hinaus können in der App sämtliche Geräte-Einstellungen vorgenommen werden, bis in die Tiefen klangrelevanter Optionen wie die Auswahl von Filtern und Mappern hinein. Trotzdem sind die Oberfläche und die Menüs sehr übersichtlich, die App macht im Handling einen sehr ausgereiften Eindruck. Qobuz und Tidal werden nativ unterstützt und können daher direkt in Mosaic genutzt werden, wobei wesentliche Designmerkmale der Qobuz- und der Tidal-App erhalten bleiben. Außerdem können die jeweiligen Connect-Varianten genutzt werden, die Streaming aus den eigenen Apps heraus an die dCS-Komponente ermöglichen.

Die Eingänge und externen Streamingdienste finden sich in einer übersichtlichen Listendarstellung (links). Sortiermöglichkeiten der Streaming-Apps sind entsprechend in Mosaic umgesetzt (Mitte). Feine Klangeinstellungen werden übersichtlich dargestellt und können bequem im laufenden Betrieb geändert werden (rechts) (Alle Screenshots: AV-Magazin)
Gleiches gilt für die Schnittstellen-Konfigurationen, beispielsweise kann hier der duale AES-Modus aktiviert werden (links). Zum runden Erlebnis gehören auch Einstellmöglichkeiten für das Display und die Textdarstellung (Mitte). Mosaic bietet sogar einen Test für die richtige Verkabelung der Stereo-Kanäle (rechts). (Alle Screenshots: AV-Magazin)

Streaming und Dateiformate

Das Streamingboard basiert auf dem Stream Unlimited S800 und unterstützt alle relevanten hochauflösenden Datenstromformate (PCM bis 384 kHz / 24 Bit, DSD64/128 nativ & DoP) und Dateiformate (FLAC, WAV, AIFF, MQA), für MQA hatte dCS sogar ein spezielles Filter entwickelt. Während die Roon Ready-Zertifizierung zur Selbstverständlichkeit geworden ist, dokumentiert die Unterstützung von Apple AirPlay 2 den alltagstauglichen, Zielgruppen-offenen Ansatz. Lokales Streaming via UPnP vom klassischen NAS oder Musikserver ist zudem möglich. Neben Qobuz und Tidal unterstützt die Software-Plattform dCS Mosaic auch Spotify Connect und Deezer; vor einiger Zeit wurde darüber hinaus die Unterstützung des chinesischen Highres-Streaming-Anbieters QQ Music implementiert, dessen Katalog offiziell nur in Festlandchina vollumfänglich nutzbar ist.

Bewährtes Konzept: Der resonanzoptimierte Sockel des Lina DAC X beherbergt das Netzteil. Die rechte Gehäusehälfte enthält lediglich die Netzbuchse und den Impulsgeber des Lautstärkereglers (Bild: AV-Magazin)
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  • dCS Lina DAC X im Test
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  • dCS Lina DAC X im Test – Technologie und Hörtest
  • dCS Lina DAC X im Test – Technische Daten
  • dCS Lina DAC X – direkt zum Testergebnis
Ausstattung
+steuerbar mit App dCS Mosaic
+Fernbedienung
+unterstützt nativ Qobuz, Tidal, Spotify Connect, Deezer
+Roon Ready
+kompatibel mit Apple AirPlay 2
+Internetradio
+hochauflösendes Farbdisplay
+Touchbuttons
+USB-Eingang (USB-B, async)
+USB-A-Eingang für externe Speicher
+S/PDIF-Eingang RCA
+S/PDIF-Eingang optisch TosLink
+S/PDIF-Eingang koaxial BNC
+2 AES/EBU-Eingänge
+RCA-Ausgang
+symm. XLR-Ausgang
+erweiterbar mit externer Masterclock
+6 Analogfilter für PCM
+5 Analogfilter für DSD
+1 Analogfilter für MQA
+dCS Expanse für räumlicheren Kopfhörer-Klang
+Ethernet RJ-45
+Power Link-Schnittstellen RJ-45
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