
Leema Acoustics:
Die britische High End-Schmiede kommt mit einer Referenz-Phono-Vorstufe
Tief in Wales herrscht umtriebiges Tüfteln, der dort ansässige Nobelhersteller Leema Acoustics geht zum Jahreswechsel in eine Produktoffensive. Neben einer neuen Vorstufe, Mono-Endverstärkerboliden und einem neuen Lautsprecherdesign stellen Lee Taylor und Mallory Nicholls eine Phono-Vorstufe vor. AV-Magazin war bei der ersten Präsentation der Neuheiten in Maes-Y-Glydfa dabei.
Die Komponenten von Leema Acoustics sind vor allem auf optimale Klangqualität und leicht zu bedienende Vielseitigkeit hin konzipiert: Die einfache, elegante Verbindung von klassischem Stereo mit Mehrkanal- und Multiroom-Anwendungen ist mit den Verstärkerkonzepten kein Problem. Mit der Agena, einer Top Class-Phonostufe, will Leema Acoustics nun das Sortiment in Richtung des traditionellen HiFi erweitern. Ein wenig überraschend war das Statement für die Schallplatte schon: „Wir bahnen mit unseren Produkten dem soliden HiFi einen Weg zu zeitgemäßen Anwendungen, die heute gewünscht werden. Wir haben jedoch immer das Wichtigste im Blick: Gut Musik hören – da gehört die Schallplatte natürlich dazu!“, so Lee Taylor.
Von Anfang an waren die Projekte von Leema Acoustics ehrgeizig, die ehemaligen BBC-Studio-Techniker vergessen auch in puncto Qualität nie wo sie herkommen. Folgerichtig ist die Agena in der Spitzenliga der Phonovorstufen angesiedelt, im wahlweise schwarz oder silberfarben eloxierten Aluminiumgehäuse stecken einige technische Leckerbissen. So bietet die Agena eine Anpassung der MC-Vorverstärkung an unterschiedliche RIAA-Entzerrungskurven um aus jeder Rille das Beste heraus zu holen. Sechs schaltbare, Mikroprozessor-gesteuerte Charakteristika decken alle relevanten Varianten der Entzerrungsnorm für die Schallplattenproduktion ab, so dass die abgetasteten Signale optimal auf den Schnitt der jeweiligen Schallplatte abgestimmt verstärkt werden.
Auch die Agena baut die Brücke zur modernen HiFi-Welt, neben XLR- und Cinch-Ausgängen hält sie sogar einen integrierten Digital-Analog-Wandler bereit! Damit können die Musiksignale von der Schallplatte über einen digitalen SP/DIF-Port oder einen USB-Port an einen Rechner ausgegeben und so auf Festplatte beziehungsweise anderen digitalen Medien gespeichert werden. Für Klangenthusiasten besonders interessant: Die Agena verfügt über zwei vollständig einstellbare Eingangszüge mit jeweils zwei Tonabnehmer-Anpassungen – so lassen sich bis zu vier Tonabnehmer parallel anschließen und vergleichen. Abgerundet wird die analoge Spielwiese mit einer Monofunktion, einer Mute-Schaltung sowie der Möglichkeit, sämtliche Mikroprozessoren und das Display abzuschalten.
„Die Agena ist eine universell nutzbare, komfortable Phonostufe, die dank ihres kompromisslosen Aufbaus und der RIAA-Anpassungen erst das volle Klangpotenzial der Schallplatte ausschöpft, jetzt wird endlich jede Information hörbar“, freut sich Mallory Nicholls. Erste Höreindrücke der AV-Magazin-Redaktion können dies nur bestätigen, besonders Detailreichtum und Feindynamik der Agena faszinieren spontan und nachdrücklich.
| Leema Acoustics Agena | |
| Merkmale: | sechs schaltbare RIAA-Entzerrungskurven zwei separate, einstellbare Verstärkerzüge vier Tonabnehmer parallel anschließbar sechs wählbare Eingangskapazitäten XLR-Ausgänge Cinch-Ausgänge integrierter D/A-Wandler USB-Ausgang SP/DIF-Ausgang |
| Fakten: | Leema Acoustics Agena, 4.000 Euro |
| Klartext: | Die Leema Acoustics Agena ist ein ambitionierter Wurf: Außergewöhnliche Ausstattungsdetails, sechs unterschiedliche RIAA-Kurven und kompromissloser Aufbau rücken Schallplatten in bestes Licht. Wer dachte, die Vinyl-Wiedergabe sei zu ihrem sechzigsten Jahrestag längst an ihrem qualitativen Zenith angekommen, sollte sich die Agena anhören. |
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